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#194 Wir sind alle verdammt streng mit uns

Shownotes

Gästin Natalia Lamotte ist vierfache Mutter, Doula und neurodivergent – genug Gesprächsstoff also für einen ehrlich-quirligen Talk mit Evelyn. Natürlich geht es um Natalias besonderen Job, aber vor allem auch um einen offenen Erfahrungsaustausch über den Alltag mit Kindern, wenn ADHS das Leben manchmal noch lauter, voller und chaotischer macht als es sowieso schon ist.

Wie läuft der ganz persönliche Zirkus bei Natalia zuhause wirklich ab? Warum ist Nachsicht mit sich selbst ein echter Gamechanger – für Eltern und Kinder? Und was hat Natalia dazu bewegt, das Buch „Chaos, Kinder & Konfetti“ zu schreiben?

Außerdem sprechen die beiden über Geburten, die prägen; darüber, warum die richtige Geburtsbegleitung so entscheidend ist; über Reizüberflutung, Dauerrauschen im Kopf, Zu-spät-Kommen, Schuldgefühle und diesen einen Tag, an dem plötzlich alles klappt. Es geht um Grenzen, Nein-Sagen, Emotionen, Schreien, Zähneputzen, Sockenverweigerung, Noise-Cancelling-Kopfhörer, Energietanks und Vieles mehr. Viel Spaß beim Zuhören!

Natalia bei Instagram? Hier entlang: https://www.instagram.com/schwesterherzen.doulas/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn mir das andere erzählen würde, meine Freundin würde es auch nicht schlimm finden.

00:00:03: Aber für mich selber, für mich persönlich.

00:00:05: Und es war dann nach dem vierten Kind so viel, so viele Sachen, die mir aufgefallen sind.

00:00:09: Und vor allen Dingen hatte ich dauernd so einen Rauschen im Kopf.

00:00:12: Also ich war immer nie da, wo ich gerade bin.

00:00:15: Weil ich in der Arbeit, war ich mit dem Kopf woanders, hab da immer nachgedacht.

00:00:18: Und ich dachte mir, so viele Szenarien im Kopf, das ist wirklich, als wären alle Radiosender gleichzeitig eingestellt.

00:00:23: Kannst du irgendeinen Trick, wie du dich da regulieren kannst, zum Beispiel?

00:00:28: Hey, willkommen bei alle meine Eltern.

00:00:30: Hier reden wir Klartrex über das Leben mit Kindern und allem Drum und Dran.

00:00:34: Ehrlich locker und garantiert nicht judgey.

00:00:37: Vielleicht ganz selten.

00:00:39: Wir sind ja auch eben alle nur Menschen, ne?

00:00:41: Also viel Spaß beim Hören.

00:00:45: Also, Leute, ich sage euch mal eins.

00:00:46: Ich glaube, diese Folge wird meine Lieblingsfolge, weil ich jetzt schon einfach, das ist jetzt schon so ein guter Vibe.

00:00:52: Und ich glaube, das wird dort einfach richtig, das wird genau meins heute.

00:00:55: Ich hoffe auch dein Sieben Natalia.

00:00:57: Ich hoffe

00:00:58: sehr.

00:00:58: Gar keinen

00:00:58: Druck?

00:00:59: Ja, gar keinen Presser.

00:01:00: Aber ich hab halt wirklich eine tolle Frau zu Gast.

00:01:02: Also, a, ist die wunderschön.

00:01:03: Sie hat vier Kinder, ist Autorin, ihr Buch heißt Chaos Kinder und Konfetti.

00:01:08: Und sie ist Dula.

00:01:10: Und hat ... Das ist so dumm, wenn man sagt.

00:01:11: Und sie hat eine ADS-Diagnose.

00:01:13: Und drei Hunde.

00:01:14: Nee, also ... Genau, Hallo, Natalia.

00:01:16: Hallo, Evelyn.

00:01:18: Erst mal zum Anfang, weil ich hab heute mit Alex heute morgens schon diskutiert.

00:01:21: Weil Alex meinte, Dula ist ja eine Hebamme.

00:01:24: Und da meinte ich so, nein.

00:01:26: Uh-uh.

00:01:26: Weil ... Ihr eigentlich medizinisch, glaube ich, nicht...

00:01:31: Ausgebildet seid.

00:01:32: Ausgebildet seid, ne?

00:01:33: Das wolltest du sagen.

00:01:34: Das ist doch so eine Sache.

00:01:35: Nicht ausgebildet.

00:01:36: Und auch tatsächlich nichts Medizinisches machen.

00:01:38: Also ich mache keine Untersuchungen oder... Also ich fasse höchstens an der Schulter am Kopf.

00:01:44: Das heißt, wir sind wie so mentale Coaches während der Geburt.

00:01:48: Also emotional da.

00:01:50: Wir kennen uns aus.

00:01:50: Wir haben das schon einige Male gesehen.

00:01:53: Ich ja auch... Und dann bereite ich die Frau, das Paar, auf die Geburt vor und komme mit, egal wo, ob in der Klinik oder zu Hause oder im Geburtshaus.

00:02:07: Bin dann dabei die ganze Zeit und schau halt, dass es so komfortabel wie möglich ist, wie es halt bei einer Geburt sein kann.

00:02:14: Das heißt, du hast dann auch eine Rufbereitschaft?

00:02:16: Ja.

00:02:18: Also jetzt mal ganz kurz mal mit vier Kindern.

00:02:21: Krass.

00:02:22: Ja.

00:02:23: Es gibt zwei, vier Kinder, die sind da.

00:02:24: Drei Monate im Jahr, die ich nicht mache, weil ich sonst eben die Geburtstag in meiner Kinder vielleicht, also die Feiern halt verpassen würde oder wegen Urlaub.

00:02:34: Weil du eben in der Rufbereitschaft, das ist ja vierzehn Tage vorher und ja mindestens zehn auch nach dem IT musst du wirklich innerhalb von eineinhalb Stunden da sein.

00:02:45: und stell dir mal vor so im ... im Alltag.

00:02:48: und natürlich schaust du, wenn du irgendwie in die Berge fährst, in Wünchen, dass du Empfang hast, dass du Akku hast die ganze Zeit.

00:02:54: Ich muss die ganze Zeit in meine Powerbank denken, dass ich dir dabei habe und immer halt auf mein Handy schauen.

00:02:59: Wie kommt man überhaupt dazu, duler zu werden?

00:03:03: Also bei mir war es die eigene Erfahrung.

00:03:05: Ich hatte zwei nicht so coole Geburten und dann war die dritte einfach so anders, dass ich mir dachte, wow krass, wenn man wirklich gut begleitet wird und jemand dich kennt und die ganze Zeit bei dir ist und dir die richtige Unterstützung bietet, dann kann es erstes Rasseln.

00:03:24: Es ist trotzdem

00:03:25: Geburt.

00:03:26: Aber so anders seines Erlebnis und vor allem, wie du danach ins Wochenbett startest.

00:03:30: Es macht so einen Unterschied, wenn du dich stark fühlst danach oder einfach wie nicht so selbstbewusst oder nicht so stark danach und total überfahren, dann macht es schon einen großen Unterschied.

00:03:40: Und diese Erfahrung war für mich so, dass ich mir dachte, okay, da muss man was machen, man muss die irgendwie besser vorbereiten.

00:03:47: Ich wusste nicht, dass man die unterstützen kann bei der Geburt, die Frauen damals.

00:03:51: Ich hab da mit meiner Schwester zusammen, haben wir uns überlegt, wir machen so ein Business, wir bereiten schwangere Vora.

00:03:55: Was

00:03:55: hast du vorher gemacht, wenn ich fragen darf?

00:03:57: Ganz lame.

00:03:58: Ich hab BWL studiert und im Konzern gearbeitet.

00:04:01: Okay, krass, das ist so

00:04:02: eine Büromaus.

00:04:04: So eine kleine Managerin.

00:04:06: Und

00:04:07: dann,

00:04:08: nach meiner dritten Geburt, dachte ich mir, okay, auch mit der Zeit, ich arbeite ja Teilzeit, ich will diese Zeit, die ich nicht bei meinen Kindern bin, die ich nie mit meinen Kids verbringe, mit irgendwas Sinnstiften ist.

00:04:18: Also ich will irgendwie ... Nicht nur für irgendwelche zehn alten weißen Männer im Vorstand, halt meine Energie hergeben.

00:04:24: Ich wollte sie irgendwie sinnvoller einsetzen.

00:04:27: Und dann hab ich meine Schwester überlegt, dann wollten wir voll das Startup gründen, so Wochenbad, Schwangerschaftsvorbereitung, bis wir gecheckt haben.

00:04:34: Lando.

00:04:35: Ja, und dann haben wir gemerkt, das gibt es sogar.

00:04:38: Und ich hab, als ich Schwanger war beim ersten Mal, hab ich das Wort Dula schon mal gehört, aber ich hab irgendwie, ich lese nicht so genau, so ein bisschen überfliege die Sache.

00:04:46: Echt?

00:04:47: Und dann hab ich gelesen...

00:04:48: Ich fang im Zweibad am Anfang und dann switche ich einfach, neunzig Prozent des Textes und versuchte dann nochmal weiter und hoffe, dass ich den Punkt verstanden

00:04:55: hab.

00:04:55: Ja, ja, genau.

00:04:56: Und dann hab ich halt gelesen, alte griechische Dienerin und dachte mir, das bin ich.

00:05:02: Warum nimmt man sich eine alte griechische Dienerin?

00:05:05: Also ich hab's nicht gecheckt und dann hab ich so für mich abgehakt.

00:05:07: Ich hab mich halt verlesen, das heißt auf altgriechisch, Dienerin der Frau.

00:05:11: Ja, gut.

00:05:14: Ja, genau.

00:05:15: Dann habe ich gecheckt, okay, das geht und du kannst sogar mit zur Geburt gehen.

00:05:18: Und dann haben wir eine Ausbildung gemacht und haben das angefangen.

00:05:22: Also,

00:05:22: Dula ist auch wirklich eine Ausbildung.

00:05:24: Ja, also, es ist nicht geschützt.

00:05:26: Du kannst dich auch Dula nennen, wenn du willst.

00:05:28: Ab morgen, ab heute.

00:05:29: Steht morgen in meiner Insta-Bio-Dula.

00:05:31: Kannst du noch dazu

00:05:32: nehmen?

00:05:33: Aber eigentlich kannst du da auch wirklich eine Ausbildung machen und mittlerweile gibt es so viele.

00:05:37: Du kannst sie am Wochenende machen, du kannst sie über ein Jahr machen.

00:05:40: Leider ist es nicht so... Ich

00:05:42: glaube, ich kann mir halt schon auch vorstellen, wenn ich... Also, ich bin jetzt keine Expertin, aber ich glaube, Dula ist auch so ein Beruf oder eine Passion, wie man, wie auch immer.

00:05:50: Ich glaube auch, entweder du bist ja der Typ dafür, der das just checked, wie man das geil macht oder ich glaube nicht, dass du das auch lernen kannst, die geile Dula zu sein, weil ich glaube schon, dass es sehr viel Intuition, Instinktiv ist und...

00:06:02: Empathie.

00:06:02: Empathie und einfach, ab du irgendwie das schaffst, jemanden gut abzuholen und zu betreuen und zu spüren, was braucht die oder der.

00:06:08: Und ich glaube, das sind so Sachen, die kann man dann auch nicht wirklich lernen.

00:06:11: Also ich glaube, es ist cool, vielleicht ein paar Handgriffe zu wissen, wo es gut tut, reinzudrücken, wenn man irgendwie gerade eine Monsterbille hat oder so.

00:06:19: Oder wie man guten Porridge macht.

00:06:22: Ja, du warst voll recht wirklich so.

00:06:24: Also

00:06:24: was, ich glaube, das ist schon eine krasse Sache, die einfach sehr vom Gefühl, die man fühlen muss.

00:06:32: Ja, auf jeden Fall.

00:06:33: Sonst machst du auch nicht diese Rufbereitschaften mit.

00:06:35: Sonst machst du auch nicht teilweise vierundzwanzig Stundengeburt mit.

00:06:39: Es muss das schon auch mögen und können, dann musst du ja schon was bringen.

00:06:43: Aber es

00:06:43: ist schon auch geil.

00:06:44: Ja, weißt du, was geil ist, ist danach.

00:06:46: Also auch ein Jahr später oder zwei, drei Jahre später.

00:06:49: Einfach, wenn die Leute dich sehen oder wenn sie ja nicht denken oder wenn sie dir schreiben, was du für sie bist durch deine Arbeit, also durch deine Begleitung.

00:06:57: Das ist wirklich...

00:06:59: Krass.

00:06:59: Das ist was ganz Besonderes.

00:07:01: Und ich muss dir echt auch sagen, also meine Billekiebame, die Petra und auch die Ärztin, die Sandra, die ... Das sind für mich so krass wichtige Frauen.

00:07:11: Also ich liebe die.

00:07:12: Und ich denke so oft an die und hab ... Die sind für mich wie so ... Das klingt so doof, gell?

00:07:17: Die sind für mich wie so Engel.

00:07:18: Ja, ja.

00:07:20: Ich hab

00:07:21: denen wirklich ... zwei wunderschöne geburten zu verdanken weil die so krass auf meiner seite waren.

00:07:26: die haben mir zu jeder sekunde das gefühl gegeben dass sie mich auf händen da durch tragen und einfach bei mir sind und genau wissen was jetzt richtig ist was nicht.

00:07:34: und ich werde das den nie.

00:07:35: ich werde das nie vergessen

00:07:37: nie.

00:07:37: ja.

00:07:38: also das ist richtig menschen an seiner seite zu haben die einfach halt checken, wie man jetzt jemanden da irgendwie ein Gefühl der Sicherheit gibt.

00:07:49: So, du musst nicht mal viel machen.

00:07:50: Nee, das

00:07:51: ist einfach eine Gefühlssache.

00:07:52: Ja, also...

00:07:53: Mir hat letztens eine Frau gesagt, mit der habe ich mich nach der Geburt einige Wochen danach getroffen und sie hat gemeint, was sie so krass wertvoll fand.

00:08:02: Sie hatte da so eine Monsterwehe und dann habe ich hier so über den Kopfgeschreichelung gesagt, oh, die war echt fies.

00:08:07: Und dass ich sie gesehen habe.

00:08:08: Sie gesagt, und dann hast du mir so... Über den Kopfgesteichungen gesagt, die war fies, du hast anerkannt, dass sie fies war.

00:08:13: Ich wusste, du bist da, du gehst das mit mir durch und das hat ihr so viel bedeutet.

00:08:17: Und dann dachte ich mir, krass, also so easy.

00:08:20: Ja, ehrlich gesagt, ja.

00:08:22: Es sind so Kleinigkeiten, die aber halt voralles, das merkt ihr auch in der Beziehung mit deinem Partner.

00:08:26: Es sind ja auch so Kleinigkeiten oft, die das so viel besser machen oder dann auch so viel schlechter.

00:08:31: Also, both ways.

00:08:33: Auf jeden Fall.

00:08:34: Hey, vielleicht nur ganz kurz, warum waren deine ersten zwei Geburten nicht gut?

00:08:40: Also die waren erstens, sind die Mädels nur elf Monate auseinander.

00:08:44: Alter.

00:08:45: Das war schon einfach, da war keine Lernkurve groß.

00:08:48: Wie

00:08:48: ist das passiert?

00:08:48: Ja.

00:08:49: How is it?

00:08:50: How did it happen?

00:08:52: Ich weiß nicht, ich

00:08:54: bin da.

00:08:54: TV.

00:08:56: Keine Ahnung.

00:08:58: Ich wusste gar nicht, dass man so ... Als

00:08:59: ob man wieder schwanger werden kann.

00:09:01: Sechs

00:09:02: Wochen danach, keine Ahnung.

00:09:03: Weiß ich nicht.

00:09:04: Gott, das ist passiert.

00:09:06: Ich

00:09:07: war neugierig.

00:09:08: Ich war neugierig wie ein

00:09:09: Teenager.

00:09:09: Ich wollte wissen, wie ist das nach der Geburt, und das war's.

00:09:12: Dann hatte ich einfach den kleinen Haus.

00:09:15: Der erste Sex nach der Geburt.

00:09:16: Ja, also ich weiß, dass viele Leute zu mir dachten, oh krass, schon wieder Schwanger.

00:09:19: Ihr könnt wohl nicht die Finger voneinander lassen.

00:09:21: Ich dachte mir so, komm, man braucht echt nicht.

00:09:23: Also manchmal, wenn man Glück hat.

00:09:25: Also bei uns war es ja auch, ich war ja auch wieder schwanger.

00:09:27: Da war die ersten Jahr alt.

00:09:30: Ja, das ist auch krass.

00:09:31: Und also wir wussten noch genau, wann es passiert ist.

00:09:33: Also man hat ja so viel Sex, wenn du mich hier hast.

00:09:35: Ja, genau.

00:09:35: Keine

00:09:36: Ahnung.

00:09:37: You know.

00:09:38: Vormittag, nachmittag weiß ich nicht, wann es passiert ist.

00:09:39: Hast du

00:09:40: in dem Moment, als du gecheckt hast, dass du wieder schwanger bist, gecheckt hast das einfach auch, wahrscheinlich.

00:09:45: Die krasseste Zeit in des Lebens?

00:09:46: werden wir, oder war es überhaupt die krasseste Zeit in des Lebens?

00:09:49: War sie definitiv, also war, das eine Jahr bis die zweite, auch ein Jahr alt war.

00:09:57: War das echt krass.

00:09:58: Ich hab, also ich hab natürlich erst mal gar nicht gecheckt, dass ich schwanger bin, weil du bist müde, okay, du hast ein Baby.

00:10:03: Der Bauch geht nicht zurück, okay, keine Ahnung, wie mein Körper aussieht nach einer Schwangerschaft.

00:10:07: Ja, ich hab jetzt das erste Mal geboren.

00:10:10: Und dann war mir übel, dann dachte ich mir, wenn ein Mann fährt, echt so scheiße Auto, ich hab ihm gesagt, hey, mir wird immer so kotzübeln beim Autofahren mit dir.

00:10:15: Und er hat gesagt, ja, aber das ist sechs Stunden her, warum bist du immer noch übel?

00:10:18: Ja,

00:10:19: aber ich brauch aber jetzt ein Schuldigen, okay?

00:10:21: Du bist es, ja, sicher, es ist beim Autofahren aufgefallen, also eher was.

00:10:25: Und als er dann irgendwann gemeint hat, okay, weißt du was, mach doch einfach mal ein Test.

00:10:29: Ich weiß gar nicht, wieso er drauf kam, weil du hast deine Tage nicht bekommen, aber okay, man bekommt dir seine Tage nicht, wenn man stillt und so nachher geburt, oder?

00:10:35: Hattest

00:10:35: du die auch schon wieder?

00:10:37: Ist jetzt auch mal eine wichtige Info für andere da draußen.

00:10:39: Ich glaube nicht in welchen alten Mythen, dass man nicht schwanger werden kann, wenn man steht.

00:10:43: Ja,

00:10:43: das stimmt nicht.

00:10:45: Also Rückblicken, glaube ich, ich hatte sie einmal tatsächlich.

00:10:48: Aber das war so nah beieinander nach der Geburt, dass ich mir dachte, das ist irgendwie noch von der Geburt.

00:10:52: Könnte auch

00:10:52: noch im Wochenfluss sein.

00:10:53: So,

00:10:54: und dann habe ich aber gemerkt nach den anderen Geburten, nein, ich krieg einfach echt sofort wieder meine Tage.

00:10:57: Mein Körper ist so gemein, der denkt sich,

00:11:00: du machst weiter.

00:11:01: Mein Körper ist so am Start auf drei Monate, hat er mir gegannt, ohne meine Periode.

00:11:04: Danke.

00:11:05: Genau

00:11:05: so ist es bei mir auch.

00:11:06: Und deswegen weiß ich jetzt, das waren wahrscheinlich schon meine Tage.

00:11:10: Na ja, und hab ich den Test gemacht, und dann hab ich erst mal geholten natürlich.

00:11:13: Da war meine Schwester ganz süß, die war dabei, die hat mich umarmt und gesagt, dass wir das zusammen schaffen.

00:11:18: Nett auch.

00:11:19: Hat die auch

00:11:19: über den Kopf gescheitert.

00:11:20: Das war jetzt echt eine Monster-Nachricht.

00:11:24: Scheiße.

00:11:24: Ja, und mein Mann war auch total süß.

00:11:26: Ich meine, er konnte gar nicht anders, weil ich bin so ausge... Ich war stand so neben mir.

00:11:32: Und ja, und dann war das Jahr einfach echt heftig.

00:11:36: Die zweite Geburt war jetzt nicht schlimm.

00:11:38: Da war nur meine Erfahrung in der Klinik.

00:11:39: Die haben mich nicht so geil behandelt.

00:11:42: Die haben mir total Angst gemacht wegen der zweiten Geburt.

00:11:44: Warum

00:11:45: haben die dir Angst gemacht?

00:11:46: Weil die im Haus so klein war.

00:11:47: Aber ich hab einfach kleine Babys.

00:11:48: Ich bin selber auch von der Statue einfach klein.

00:11:51: Das

00:11:51: hat nichts dabei zu tun.

00:11:52: Ich bin auch voll klein und hatte Riesenbabys.

00:11:55: Das ist einfach ...

00:11:56: Okay, aber ich mach einfach kleine Bibels.

00:11:58: Es ist Quatsch,

00:11:59: ja?

00:11:59: Ja, es ist Quatsch.

00:12:00: Es hängt

00:12:00: nicht mit dir zusammen.

00:12:01: Okay, ich einig mich drauf.

00:12:02: Aber sie sind alle so zierlich bei mir.

00:12:05: Und bei der zweiten haben sie mir einfach Angst gemacht, die so zierlich.

00:12:08: Die wollen sie früher holen.

00:12:09: Und da sind wir ja nicht früher.

00:12:11: Das ist sich sehr schon früh.

00:12:12: Sie ist elf Monate später.

00:12:13: Das war

00:12:14: ein bisschen Zinn einfach auch.

00:12:15: Aber gut, okay?

00:12:15: Okay,

00:12:17: keine medizinische Ausbildung.

00:12:18: Auf jeden Fall wurde mir das so Angst gemacht.

00:12:20: an so einer Einleitung, so ein bisschen ... Da wurde ich so ein bisschen gepreschert.

00:12:25: Es war einfach keine coole Erfahrung.

00:12:27: Ich habe auch gesehen, wir haben keine Beleghebamme in München.

00:12:31: Hier hast du keine Beleghebamme in

00:12:32: München.

00:12:33: Also nicht so, dass du eine Cance von der Schwangerschaft mitnehmen darfst in die Klinik und sie ist einfach bei dir.

00:12:38: Das gibt es nicht.

00:12:39: Aber

00:12:39: kann Kliniken beleghebammen?

00:12:41: Ja, das heißt Belegsystemen bei denen.

00:12:43: Und das ist so, dass die in Schichten arbeiten.

00:12:45: Also die haben ihre normalen Schichten.

00:12:46: Also du

00:12:46: kannst nicht.

00:12:47: Wie ich zum Beispiel hatte wirklich Grasglück beim ersten Klinik.

00:12:50: Ich habe die auch mega spät.

00:12:51: Ich habe aufgegeben.

00:12:52: Ja.

00:12:52: Weil

00:12:52: ich mir dachte, ich kriege eh keine.

00:12:54: Und da hatte ich so krass Glück.

00:12:55: Ich hab in der sechsten, zwanzigsten Schwangerschaftswoche, hab ich mich in der Freundin getroffen.

00:12:59: Und da meinte die so, ah, du hast einen Belegibau.

00:13:01: Und ich dann so, also, mal wirst du mich verarschen.

00:13:02: Nein, natürlich nicht.

00:13:03: Das ist so, weil du fragst, hast du irgendwie achtzig Goldbarren zu Hause?

00:13:06: Nein.

00:13:07: Wohnung hier in

00:13:08: Mitte.

00:13:08: Ja.

00:13:09: So, hast du eine bezahlbare Wohnung?

00:13:10: Ja.

00:13:11: Nabe ich.

00:13:11: Ähm, und dann hab ich die Belegibau angerufen.

00:13:13: Dann meinte die wirklich einfach so, ach, Evelyn, weißt du was?

00:13:17: Ich kenne dich nicht.

00:13:17: Aber irgendwie, du klingst irgendwie.

00:13:19: Also, irgendwie hab ich, hier haben wir hier grad einen Weib.

00:13:20: Ich mach das.

00:13:21: Echt?

00:13:21: Ja.

00:13:22: Einfach Grasglück gehabt.

00:13:23: Wirklich, ja.

00:13:25: Hier gibt es Leute nicht.

00:13:26: D.h.

00:13:26: zwei Stunden eine, die kümmert sich aber auch noch um drei weitere.

00:13:30: Und dann kriegst du noch mal eine und das hat auch nicht so gut funktioniert.

00:13:35: Und der Unterschied zu der dritten, weil der dritten habe ich mir gesagt, okay, jetzt gehen wir in die ganz andere Richtung.

00:13:40: Esel,

00:13:43: Stroh,

00:13:44: hier so Stall, jetzt mache ich eine Hausgeburt.

00:13:46: Ganz was anderes.

00:13:48: Da hatte ich eine Hebamme, die hat mich die Schwangerschaft überbegleitet.

00:13:52: Die wohnte bei mir um die Ecke, die kam dann vorbei.

00:13:54: Dann haben wir Räucherstäbchen, nein, nein.

00:13:57: Dann haben wir erst mal unseren Namen, den Namen des Babys getanzt.

00:14:00: Dann haben wir langsam angefangen.

00:14:02: Dann hatte ich eine echt krass coole Geburtserfahrung.

00:14:05: War ganz kurz, da waren dann die großen Kinder dann...

00:14:08: Richtig groß, so zwei, drei, drei und vier.

00:14:12: War das

00:14:12: dritte geplant, wenn ich das bitte fragen darf?

00:14:14: Ja.

00:14:15: Das Dritte war geplant, weil es war plötzlich so viel besser, diese zwei, drei Jahre später.

00:14:21: Es war so locker, dass ich mir dachte, das kann es nicht gewesen sein.

00:14:24: Ich schließe nicht ab mit so einem Tornado.

00:14:26: Ich möchte einmal eine Schwangerschaft noch mal, wo ich so auf alles freue und total ... Das auch genießt diese Babyzeit und mir nicht die ganze Zeit denke, komm, mach was, drehe dich.

00:14:38: Ich werde selbstständig.

00:14:40: Und ich hatte

00:14:41: Bades dann auch so ...

00:14:42: Ja, also ja, ich bin schon immer noch ungeduldig.

00:14:46: Aber es war besser.

00:14:47: Es war nicht so crazy wie das ...

00:14:49: Wenn ich mir auch immer wieder so, wenn ich ein drittes Kind bekommen würde, würde ich wirklich mal das Wochenbett richtig genießen.

00:14:55: Scheiß

00:14:55: würde ich das genießen.

00:14:57: Ich würde nach drei Tagen einen Kaffee holen und dann mit irgendwelche Chops annehmen.

00:15:01: Hier noch und da noch und ja, dann würde ich wieder aus dem letzten Loch pfeifen.

00:15:04: Weil ich einfach der Typ bin.

00:15:06: Ja, das stimmt.

00:15:06: Wenn man so ein Typ ist, dann ... Ich werde es

00:15:09: nicht in weißen Leinen nachthemd.

00:15:12: Kimono.

00:15:13: Oder einem Kimono in meinem Bett liegen, um mir einen dicken Lenz machen, wahrscheinlich.

00:15:21: Also dann hab ich

00:15:21: ja noch zwei Kinder.

00:15:23: Ja, absolut.

00:15:24: Nee, also ich wollte diese Babyzeit genießen.

00:15:28: Also dieses, mich darauf freuen und mir nicht denken, okay, nächste Etappe, nächste Etappe.

00:15:32: Irgendwie wollte ich damit so, ich dachte mir, ich schließe chillig ab mit der Geschichte.

00:15:38: Und du würdest auch sagen, was du wirklich geschafft hast, dann auch noch mal wirklich so anders zu genießen.

00:15:42: Ja, schon.

00:15:43: Ich habe mir auch anders darauf gefreut.

00:15:44: Ich hatte wieder Bock auf... Na ja, nicht auf alles, manche Sachen verdrängt man ja auch.

00:15:49: Aber ich dachte, ich hatte auf viele Sachen wieder Bock, bei denen ich für den zweiten Mal nur dran gedacht habe, wow, nicht schon wieder, nicht schon wieder Brei, nicht schon wieder der ganze Dreck und alles.

00:15:57: Und doppelt Windeln und weiß ich nicht was.

00:15:59: Also... Grundsätzlich hatte ich Bock wieder und dachte mir auch, ich mache auch diese Geburtserfahrung anders.

00:16:06: Da bereite ich mich ganz anders davor, weil beim ersten Mal dachte ich mir einfach, das haben so viele schon gemacht, das wird schon.

00:16:11: Das ist

00:16:11: ganz natürlich, ja.

00:16:12: Ja,

00:16:12: und ich kann mich da einfach in die Hände der Expertinnen übergeben und dann machen die das schon für mich irgendwie.

00:16:17: So, und dann war das eben so krass viel besser, dass ich mir dachte, ich will, dass die anderen Frauen auch so eine Erfahrung haben.

00:16:25: Und Hausgeburt war auch alles fresh bei dir?

00:16:27: Das war alles fresh, wirklich.

00:16:29: Krass mutig, wenn ich meine Hose kacken.

00:16:31: Es war ... Wirklich?

00:16:33: Du weißt, dass sie nicht nur Stroh und Wasser dabei hat, die Hebamme.

00:16:36: Die hat sieben Koffer reingebracht.

00:16:37: Man hat sie gefragt, wie lange sie bei uns bleibt.

00:16:40: Nee, das wär ein Entgegner.

00:16:41: Das wär wirklich für mich schlimm.

00:16:44: Musste auch der Typ für sein.

00:16:45: Das ist wirklich ... Also, Mount Everest besteigt auch nicht jeder.

00:16:49: Man muss für den Typ für sein.

00:16:50: Kreuzfahrt

00:16:50: auch nicht jeder Mannsache

00:16:52: ist.

00:16:54: Es kann auch nicht jeder machen.

00:16:55: Das ist ja so, du hast

00:16:56: ... Kann ich jeder machen.

00:16:58: Wollen, aber auch wirklich, du hast so einen Kriterienkatalog von, weiß ich nicht, forty-sechs Punkten, die alle erfüllt sein müssen, dass du überhaupt das Go von der Kasse bekommst, dass du das machen kannst und alles.

00:17:06: Also, ja.

00:17:08: Aber

00:17:08: krass, geil.

00:17:09: Also eine kleine Extreme Erfahrung.

00:17:10: Deine

00:17:11: Kinder sind jetzt zehn, elf, sieben.

00:17:13: Nee.

00:17:14: Ja, doch.

00:17:15: Und?

00:17:16: Zwei.

00:17:16: Zwei, also ich hab's dann nochmal versucht, weil dann wusste ich ja schon alles.

00:17:19: Okay, und dann habt ihr nach fünf Jahren wieder dazu, würdest du sagen, ist ein geiler Abstand?

00:17:24: Hm, ja.

00:17:25: Auf jeden Fall.

00:17:26: Also es ist so krass cool, diese älteren Kinder zu haben und dieses kleine Baby.

00:17:31: Es ist auch so, weißt du, das eine vergöttert dich.

00:17:34: So in der Mitte bist du, die Schlenzchen waren bei der Welt oft, ja, total gemein und ungerecht.

00:17:39: Und oben bist du peinlich.

00:17:41: Ja.

00:17:41: Also du kriegst von allem etwas.

00:17:43: Alle

00:17:43: nur außen.

00:17:44: Alle nur außen kriegst du ab und... Bunter

00:17:45: Strauß.

00:17:47: Bunter Blumstrauß, eine Emotion von denen.

00:17:49: Aber es ist... Ich find's auch mega cool, auch die Themen.

00:17:53: Auch was ich unternehmen kann mit den Eltern, mit dem Kleinen, einfach nur kuscheln.

00:17:57: Also du bist voll happy und sagst, es war einfach perfekte Entscheidung.

00:18:01: Das ist einfach super.

00:18:02: Es

00:18:02: ist ein Zirkus, es ist...

00:18:04: Natürlich ist es ein Zirkus, aber ich liebe

00:18:07: Kinder grundsätzlich.

00:18:09: Kinder ist aber das Beste.

00:18:10: Das hat auch mal für mich dieses Ding, das hab ich auch in jeder Folge, wo ich mir dann wieder denke, warum krieg ich jetzt eigentlich kein drittes Kind.

00:18:15: Für mich gibt's ja nix Schöneres als Mama zu sein, wirklich.

00:18:18: Nichts.

00:18:19: Und?

00:18:19: Warum?

00:18:20: Weil es halt auch einfach so mit unseren Jobs und so, es ist halt, wir haben halt auch keine Eltern in der Stadt und so, es ist halt einfach, es ist einfach schon, trotz alledem, auch wenn es für mich das Schönste ist, genieße ich das gerade auch, dass wenn wirklich mal, wir brauchen eh Gott sei Dank nicht oft Unterstützung, aber wenn das es einfach mittlerweile so ist, dass ich keine schlimmen Gedanken mehr habe, weil ich weiß, die können sich selber einfach äußern.

00:18:41: Und dass wir diesen Gedanken so ein hilfloses Baby zu haben oder auch nicht vorne von uns auch gerade ihr Baby bekommen.

00:18:48: Irgendwie nach einer Woche ins Krankenhaus, weil die schlimmen die Arne bilden.

00:18:51: Du weißt nie, das ist dieses Sorgen wieder.

00:18:55: Und Unterstützung ist ein wichtiger Punkt.

00:18:56: Also, ich hab sowohl meine Eltern in der Stadt, als auch meine Schwester, als sogar meine Nachbarin.

00:19:01: Also, das ist schon ...

00:19:02: Fuck you.

00:19:04: Na, das ist schon geil.

00:19:05: Da bin ich richtig dankbar für.

00:19:06: Ganz die von Herzen, das ist so schön.

00:19:08: Und mit den älteren Kindern, die ... Ich kann auch einkaufen gehen in eine Stunde.

00:19:13: Und

00:19:13: die können einfach mal zu Hause.

00:19:14: Das ist einfach auch ein

00:19:15: Life-Changer.

00:19:16: Und ich denke mir schon auch, also mit meinen Girls oder mit unseren Girls ist jetzt gerade wirklich so eine Zeit, die ist so geil.

00:19:21: Und dann denke ich mir so, warum soll ich es jetzt wieder, na?

00:19:25: Warum soll ich

00:19:25: mich wieder basten jede Nacht?

00:19:27: Ich seh's jetzt auch bei meiner Schwester.

00:19:29: Die wird stündlich geweckt, ey.

00:19:30: Also sorry, aber also she's not feeling great.

00:19:33: Wirklich?

00:19:34: In the morning, ja.

00:19:35: Ja, und ich hab jetzt auch schon wieder, die kleinste ist zwei.

00:19:37: Das ist auch schon wieder was anderes.

00:19:38: Also hättest du mich vielleicht vor zwei Jahren, vor einem Jahr gefragt, wär ich vielleicht auch zerrupter?

00:19:45: Wer

00:19:45: weiß, was noch passiert, ja?

00:19:46: Ja.

00:19:49: Jetzt kommt ein harter Themen-Switch, aber der interessiert mich natürlich sehr.

00:19:53: Du hast ja ein Buch geschrieben, Chaos, Kinder und Konfetti.

00:19:56: Krass, wie du den Namen jetzt einfach so

00:19:58: aussiehst.

00:19:59: Weil ich einfach mein Hauptberuf ist, Moderation.

00:20:01: Ohne ablesen.

00:20:02: Und dann würde ich einfach auspasst.

00:20:04: Dann habe ich einfach auch alle sieben.

00:20:06: Wie sagt man jetzt?

00:20:07: Ja, cool.

00:20:08: Ich weiß es nicht.

00:20:09: Mir wird da keine Ahnung.

00:20:10: Das check

00:20:10: ich ja auch nicht.

00:20:11: Sieben Sachen beieinander.

00:20:12: Du hast ja eine ADS-Diagnose.

00:20:14: So.

00:20:15: Ich ja auch seit kurzem, so kurz ist es gar nicht mehr, es ist ein halbes Jahr.

00:20:18: Okay.

00:20:18: Wann kam es bei dir zustande?

00:20:21: Die Diagnose.

00:20:23: Also das erste Mal drüber nachgedacht, habe ich tatsächlich schon irgendwie nach dem dritten Kind, dachte ich mir, es passt sehr viel, was ich so... Nach dem dritten

00:20:30: erst.

00:20:31: Ja.

00:20:31: Wow.

00:20:32: Ja, aber ich habe dir schnell bekommen.

00:20:33: Ja, ja.

00:20:35: Und dann habe ich das erste Mal nachgefragt bei einer professionellen Psychologin, ob das sein kann und sie meinte, nee.

00:20:45: Es kann

00:20:46: eigentlich nicht sein bei mir.

00:20:47: Es ist lustig, meine Therapeute, meine damals Ausstände, glaub ich nicht.

00:20:51: Und dann dachte ich mir, okay, und dann hat sie mir noch so ein paar, weiß ich nicht, so Argumente, wo ich jetzt heute weiß, dass das Quatsch ist, also, dass ich es geschafft habe, ein Studium abzuschließen.

00:20:59: Aber frag mich, wie, frag, wie die Wege waren und wie viele Unis ich eigentlich... Außer

00:21:03: den darf man auch nicht vergessen, dass ADIS bei jedem komplett anders ausgeprägt ist und also... Alle meine Freunde haben ADS.

00:21:10: Ja, Leute, das ist diese Mode Erkrankung.

00:21:13: Dann schaltet einfach weg, okay?

00:21:15: Weil wir hier reden jetzt ADS-Lountern an.

00:21:20: Also auf jeden Fall alle meine Freunde, die ADS haben, haben komplett andere Leidenswege oder wie nennt man das?

00:21:29: Merkmale und Erfahrungen.

00:21:31: Erfahrungen

00:21:32: haben ganz andere Talente auch wieder.

00:21:35: Außer, dass wir alle sauschnell sind und halt

00:21:38: witzig.

00:21:39: Kreativ.

00:21:40: Ja, aber ansonsten hat jeder komplett andere Steckenpferde, also der eine kann trotzdem saugut Verträge lesen.

00:21:46: Ja.

00:21:46: Und mit Zahlen und so ein Scheiß und die andere hat da und da trotzdem voll in Schitt zusammen.

00:21:51: Also man kann das nicht für allgemein haben, möchte ich nur mal ganz kurz sagen.

00:21:54: Nein und auch wichtig finde ich.

00:21:58: Es ist, wir fokussieren uns so da drauf, was von außen sichtbar ist, so die Erfolge in Anführungszeichen, die man von außen sieht, aber der Weg dorthin oder was, wie viel Aufwand das für die Person bedeutet, sieht man nicht.

00:22:10: Du siehst irgendwie, keine Ahnung, jetzt sehen wir mal diesen Hochschulabschluss, Hochschulabschluss.

00:22:14: Aber du siehst nicht, dass ich an drei verschiedenen Unis war, einmal komplett durchgefallen bin.

00:22:20: Also du siehst den Struggle dahinter nicht.

00:22:22: Und das ist es.

00:22:23: was ich auch bei Freunden oder anderen sage, wenn die mir irgendwelche sagen, ja, ich hab's nicht, weil ich schaff ja das und das, ich schaff es pünktlich zu sein oder so.

00:22:31: Bin's auch

00:22:32: pünktlich.

00:22:33: Das hat nichts damit zu tun.

00:22:34: Aber wie aufgeregt

00:22:34: bist du schon vorher?

00:22:35: Kannst du schon vorher von dem großen Termin noch was machen oder nicht?

00:22:38: Schaust du schon die ganze Zeit auf die Uhr?

00:22:39: Was bedeutet das für dich, pünktlich zu sein?

00:22:41: Also dieser Aufwand hinter dem, was du schaffst, das ist, glaube ich, auch, was einen großen Unterschied ausmacht, was wir aber nicht sehen, weil wir immer nur das Ergebnis sehen.

00:22:52: Wie anstrengend ist für dich so ein Event?

00:22:54: Du machst es mega, du moderierst es mega, aber wie lange musst du dich danach regenerieren?

00:22:58: Oder eine Reise oder wie auch immer.

00:22:59: Oder

00:22:59: so, ja.

00:23:00: Ich hab

00:23:00: da heute erst mit einem Freund telefoniert, seine Tochter hat auch ADHS und die tut sich halt auch gerade so krass schwer mit Mathe.

00:23:08: Also das ist zum Beispiel auch so... Ich find's so krass, sie hat mir dann auch Beispiele genannt, wie sie rechnet.

00:23:17: Es wird für andere über sich denken.

00:23:20: Ich

00:23:21: checke

00:23:21: aber total, wie sie denkt.

00:23:23: Das macht in unserem Kopf absolut Sinn.

00:23:26: Es ist absolut falsch, aber es macht so krass Sinn.

00:23:29: Und dann hat er auch erzählt, dass sie irgendwie geguckt hat und meinte, ich bin so dumm.

00:23:34: Und dann ist mir auch wieder aufgefallen.

00:23:36: Bei mir ist die größte Wunder aus meinem ADHS, dass ich einfach immer, mich da irgendwann, hat mir so ein Ding aufgebaut, dass ich dumm bin.

00:23:44: um mich selber zu schützen.

00:23:46: Das hat mir heute auch so leid getan, weil ich mir dachte, boah, fuck, einfach.

00:23:49: Das sind diese Sachen, die sieht man halt nicht.

00:23:53: Dann denkt man sich vielleicht auch witzig, wie die sagt, ich bin so dumm, aber eigentlich tut das ziemlich weh.

00:23:58: Was ist das bei dir?

00:24:00: Definitiv auch diese Unsicherheit.

00:24:02: Mir, dass ich das nie, oder ich denke, ich hatte Glück, dass das passiert ist, oder dass ich das erreicht habe, dass ich das geschafft habe.

00:24:08: Es fühlt sich irgendwie, zum Beispiel auch mit dem Buch.

00:24:14: Wie kann ich ein Buch schreiben?

00:24:15: Ja, mit vier Kindern und allem drunter.

00:24:17: Also,

00:24:19: werde ich es überhaupt...

00:24:20: Ja, wie?

00:24:21: Keine Ahnung, wie ich es gemacht habe.

00:24:24: Aber jeder hat dann von mir erwartet, nachdem ich fertig war, dass ich jetzt mega stolz bin und mir denke, geil, sie hat ein Buch geschrieben.

00:24:32: Aber ich habe es nicht sofort gefühlt.

00:24:34: Es war so, ja, ich habe es geschafft.

00:24:36: Aber wie ist es geworden?

00:24:37: Es ist gut und so total die Unsicherheit.

00:24:40: Ja, da fehlt so ein Selbstbewusstsein, glaube ich, für die Erfolge oder auch für das, was man erreicht.

00:24:45: Also das spüre ich total, dass ich immer denke, ich kann noch mehr, es kann noch besser, nicht so wirklich zufrieden zu sein.

00:24:53: Und da hat mir dann auch irgendjemand gesagt, schon eine ältere Frau, also sie, sie steht jetzt voll zu ihrem ADHS, sie versteckt es nicht mehr und sie kann da ganz bold rausgehen damit und... Dann habe ich mir da zuerst so, ah, das will ich auch, das will ich auch.

00:25:09: Ich will auch da total stolz drauf haben und das nicht von manchen.

00:25:11: Also, ich suche mir das aus, verwende mich das so.

00:25:13: Ehrlich sagen, ich bin gut jetzt.

00:25:14: Jetzt ist es ein bisschen schwierig.

00:25:15: Ein

00:25:15: bisschen schwierig, aber manchmal versuche ich es... ist schon ein bisschen zu vertuschen und dann war ich so ein bisschen wieder so ein Defizitgefühl.

00:25:24: Ich sollte das doch auch, ich sollte auch dazu stehen.

00:25:26: Aber ich muss sagen, hast du das Bedürfnis?

00:25:28: Ich muss sagen, ich mag nicht das Bedürfnis, jetzt jedem zu erzählen, dass ich ADS hab zum Beispiel.

00:25:32: Nein, also wenn es jetzt so... Hi, ich bin total ehrlich über ADS.

00:25:36: Nein, aber wenn du so lange irgendwie versucht hast, zu funktionieren und dich anzupassen, dann ist es echt schwer das irgendwie zu verlernen oder auch so mutig zu sein und zu sagen hey so bin ich nämlich so wie ich bin weil du die ganze zeit irgendwie versucht hast oder ich die ganze zeit versucht habe nicht aufzufallen auch in der schule oder so.

00:25:56: ich habe mich echt es mir so krass mühe gemacht dass ich dass ich da gut bin und dass es Dass man nicht merkt, wie viele Züge ich schon verpasst habe oder keine Ahnung, wie oft ich schon was verloren habe.

00:26:11: Ich hab versucht, das irgendwie zu vertuschen.

00:26:13: Mit anderen Sachen zu kompensieren.

00:26:15: Du hast halt eher kompensiert, indem du dir das sagst, ich krieg funktioniert, versuch jetzt mit aller Gewalt mitzufunktionieren.

00:26:20: Ich hab aber kompensiert, nämlich so aufgeführt, dass ich von der Schule geschmissen worden

00:26:24: bin.

00:26:26: Da siehst du die

00:26:28: unterschiedlichen Wege.

00:26:30: Und trotzdem hat da jeder so einen Leidensdruck auch irgendwie.

00:26:33: Wobei ich dir echt sagen muss, ich bin ... Also, ich weiß nicht, bist du Medikamente?

00:26:37: Nein, noch nicht.

00:26:38: Also, ich auch nicht.

00:26:39: Ich hab auch, glaub ich, überlege noch darüber.

00:26:41: Ich

00:26:41: auch, ich glaub, ich bin eher ... Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, ne?

00:26:45: Bei mir ist es echt so, ich komm eigentlich sehr, sehr gut klar mit meinem ADHS.

00:26:48: Also, ähm

00:26:49: ...

00:26:50: Es gibt so ein paar

00:26:51: ...

00:26:53: Wo es für mich kritisch wird, ist zum Beispiel, wenn alle gleichzeitig mit mir reden.

00:26:57: Also wenn die Kinder mit mir reden.

00:26:58: Und der Alex und wir sind ja alle sehr laut und fallen uns alle ständig gegenseitig ins Wort.

00:27:03: Da hab ich so Momente, wo ich dann wirklich mal mal sage, also, sprich nicht mit mir, ich pack das gerade nicht.

00:27:08: Ich kann, das ist für mich gerade ein Albtraum.

00:27:11: Ich kann mich auf nichts mehr fokussieren, das ist so, als würde mir jemand ein Messer in den Kopf erhammen.

00:27:16: Das sind so Momente, wenn es zu laut und zu viel ist, dass ich nicht mehr mich ... Orten kann selber und mich selber komplett verlier.

00:27:25: Und ich hab's auch, ehrlich gesagt, erst gemerkt, so richtig mit dem ADS und mir vorgegnet, bewusster dich Mutter bin.

00:27:30: Weil so viel andere Reize auf mich eingehen, dass ich...

00:27:33: Und viel weniger Pausen.

00:27:34: Gar keine Pausen eigentlich teilweise war.

00:27:36: Ja,

00:27:36: gar nichts.

00:27:37: Du konntest ja vorher irgendwie, wenn's zu viel war, konntest du dich irgendwie anders rausnehmen.

00:27:41: Und das kannst du als Mutter nicht mehr.

00:27:43: Kannst du nicht.

00:27:44: Und da noch diese Verantwortung und die Fremdbestimmung für immer einen anderen.

00:27:48: Also du sagst, es ist so schlimm, wenn alle auf dich anreden.

00:27:50: Ich finde es auch so, wo es mich stört.

00:27:53: Ich glaube, ich habe mittlerweile auch meine Strategien, wie ich damit klarkomme.

00:27:56: Ja, kannst

00:27:56: du mal bitte sagen.

00:27:58: Ja, es ist ja schon sehr individuell, was jedem hilft.

00:28:01: Ich weiß, man hätte gerne so eine Liste, hier macht diese zehn Dinge und dann wird es einfach laufen.

00:28:06: Aber das ist bei... Also erst mal sich zu beobachten, sich zu verstehen.

00:28:11: Ich verstehe mich jetzt viel besser durch die Diagnose, weil ich jetzt weiß, okay, aha.

00:28:14: Das stresst mich, das stresst mich.

00:28:15: Jetzt weiß ich, das stresst mich.

00:28:16: So oder auch zu wissen, ich bin jetzt nicht gestresst, weil ich ein Volltrottel bin, sondern weil ich einfach, weil mein Gehirn das jetzt nicht mehr fassen oder tragen kann.

00:28:24: Weil es zu viel

00:28:25: ist.

00:28:25: Weil ich das nicht schaffe.

00:28:27: Ja, dein Reizfilter ist einfach viel grobmaschiger.

00:28:29: Da kommt einfach viel mehr durch.

00:28:31: Und du hast es bis einfach viel schneller auf einem Level, wo jemand anderer, bei dem du so schön engmaschig der Filter ist, viel länger aushalten kannst.

00:28:38: Da bin ich zum Beispiel, als ich wie es bei dir ist, weil der Alex ist zum Beispiel so ein Typ, der liebt es.

00:28:42: Für den ist es am spannendsten, wenn er mit den Kindern draußen ist.

00:28:45: Und für mich aber zum Beispiel ist es am spannendsten, wenn ich mit den Kindern zu Hause alleine bin, weil keine anderen Reize da sind, sondern nur meine Kinder.

00:28:53: Und dann geht es mir auch richtig gut.

00:28:55: Und es ist zu.

00:28:55: Und es ist zu.

00:28:57: Und sobald ich rausgehe, also gibt es auch Tage, da läuft es super.

00:29:00: Aber wenn ich zum Beispiel auch in die Richtung PMS gehe.

00:29:03: Dann kann es schon sein, dass mich diese Reize, die dann, ich nehme alles immer so krass, auch wahr, dass es mich so aus dem Konzept bringt, das dann so ansteigen, dass ich wieder nach Hause komme, fix und fertig bin.

00:29:13: Voll.

00:29:14: Verstehe ich, also habe ich, habe ich genauso.

00:29:16: Und das waren auch so Momente, die mich überhaupt dann nochmal haben.

00:29:19: über die Diagnose, also auch wenn die eine gesagt hat, habe ich nicht.

00:29:22: Dann nach dem vierten Kind sind mir dann so viele Sachen aufgefallen.

00:29:27: Also einmal, wie verplant ich war und... Dann hab ich Sachen verplant für die Kinder.

00:29:33: Das ist nicht nur für mich.

00:29:34: Was zum Beispiel?

00:29:36: Geburtstag von einer Freundin.

00:29:38: Dann rief mich die Mutter an und sagte, hey, wann kommt denn dein Kind?

00:29:42: Und ich so, lustig, die verabredet sich immer.

00:29:45: Oder hat sie sich wieder verabredet?

00:29:46: Und sie so, nee, das ist der Geburtstag.

00:29:49: Und ich so, oh, shit, dann schau ich den Kalender.

00:29:53: Ja, und dann kommt ihr eine Stunde später.

00:29:55: Ist natürlich für mein Kind blöd.

00:29:57: Blöd, ja.

00:29:57: Es war zu Glück mit übernachten.

00:29:58: Aber ich habe mich so schlicht gefühlt.

00:30:01: Und es ist gar nicht für eine Dechtkart,

00:30:02: kann aber auch jedem mal passieren.

00:30:05: Ja, aber es ist mir jetzt auch nicht einmal passiert.

00:30:07: Also das mit dem Geburtstag schon.

00:30:09: Ja, okay, glaube ich.

00:30:11: Ja, also, das sind so Sachen, ich meine, wenn ich die Tasse auf dem Auto oben stehen lasse und losfahre, es betrifft, außer es trifft jemanden, aber das ist dann meine Tasse, die geht kaputt.

00:30:21: Das ist was anderes, als wenn ich eben für die Kindersachen vergesse, den mitzugeben, oder?

00:30:29: Du sagst, du bist pünktlich.

00:30:30: Ich bin es leider nicht.

00:30:31: Und dann sagen meine Kinder so Sachen wie, ihr müsst mal eine Mama immer zehn Minuten früher sagen, damit sie pünktlich da ist.

00:30:37: Ja, finde ich jetzt auch nicht so schlimm.

00:30:40: Aber das Ding ist halt, ich sage, das ist ja wieder

00:30:42: genau das Ding.

00:30:42: Es geht um die Summe.

00:30:43: Es

00:30:43: ist immer so klein.

00:30:44: Für dich fühlst du es einfach nicht schön an.

00:30:46: Das ist ja genau der Punkt.

00:30:47: Auch wenn ich es jetzt dann schlimm finde, du fühlst es anders.

00:30:50: Ja, wenn wir das andere erzählen würden, meine Freundin würde es auch überhaupt nicht schlimm finden.

00:30:54: Die Sachen.

00:30:54: Aber für mich selber, für mich persönlich.

00:30:57: Und es war dann nach dem vierten Kind so viel, so viele Sachen, die mir aufgefallen sind.

00:31:00: Und vor allen Dingen hatte ich dauernd so einen Rauschen im Kopf.

00:31:03: Also ich war immer, nie da, wo ich gerade bin.

00:31:06: War

00:31:06: ich in der Arbeit, war ich mit dem Kopf woanders, hab da irgendwie nachgedacht.

00:31:10: Und ich dachte mir, so viele Szenarien im Kopf, das ist wirklich, als wären alle Radiosender gleichzeitig eingestellt.

00:31:14: Kannst du irgendeinen Trick, wie du dich da regulieren kannst, zum Beispiel?

00:31:18: Wenn es so viel ist?

00:31:19: Ich checke erst mal, wann habe ich das letzte Mal gegessen?

00:31:22: Wann war ich das letzte Mal?

00:31:23: Ach, Toilette, war ich solche Sachen vergesse?

00:31:25: War ich da zu nahe?

00:31:26: Das stört mich immer.

00:31:27: Also, aufs Klo zu gehen, das ist so... Jetzt gerade

00:31:29: passt es nicht.

00:31:30: Boring!

00:31:30: Ja, es passt gerade nicht und es ist so langweilig.

00:31:33: Also, weg, weg, weg.

00:31:35: Sorry, jetzt aber kein Bock.

00:31:36: Nein, ich habe wirklich keinen Bock und ich sehe es bei meinen Kids, die dann schon so rumhanzen.

00:31:39: Das ist

00:31:39: der Gründer, wo mich immer noch Wendeln für Erwachsene frage, weil ich einfach keine Messung mehr, einfach so langweilig ist, ja?

00:31:43: Und dann sage ich, hey, musst du dich auf Toilette... Nein, muss ich nicht, weißt du?

00:31:45: Dann tänzen sie so rum und ich so... Doch, nie.

00:31:47: Und ich kenne es so.

00:31:49: Und es regt mich dann so auch aus.

00:31:50: Die Sachen sehe ich selber und genauso mache.

00:31:53: Na ja, und dann checke ich erst mal, wie sieht es aus mit meinen Bedürfnissen.

00:31:55: Also diese klassischen Bedürfnisse sind die direkt, sind sie meistens eh nicht.

00:32:00: Also dann kann ich da schon ansetzen.

00:32:02: Und dann, ich muss mich rausnehmen.

00:32:05: Also ich liebe auch Kopfhörer.

00:32:08: Einfach diese Noise-Canceling.

00:32:10: Ist es unangenehm?

00:32:11: Hast du da Angst?

00:32:12: Nee,

00:32:12: es stresst mich extrem.

00:32:13: Wenn ich dann immer hören kann, was los ist, bin ich fettig.

00:32:15: Aber guck

00:32:16: mal, ich finde es wie so

00:32:18: eine geile Folge.

00:32:21: Manchmal traue ich mich gar nicht zu sagen, dass ich das habe, weil ich dann wieder weiß, dass alle denken, ja klar, haben wir jetzt auch alle und so.

00:32:27: Aber auch zu sehen, wie individuell das halt auch einfach ist.

00:32:33: Wir haben das beide.

00:32:34: Wir haben bestimmt auch voll viele Sachen, die wir absolut gleich haben, aber hat dann auch wieder Sachen, die komplett anders sind.

00:32:41: Und ich habe angefangen das zu sagen.

00:32:43: Also wirklich so, dass ich gerade nicht angefasst werden kann.

00:32:45: Es tut mir leid.

00:32:46: Es hat nichts mit dir zu tun.

00:32:47: It's me not you, dass ich meinen Kindern sage, dass ich

00:32:52: gerade

00:32:52: nicht angefasst werden kann.

00:32:55: Ich merke zum Beispiel, ich habe jetzt einen mega geilen Weichenpulli, aber wenn ich jetzt total unter Stress bin, Dann fühlt er sich an wie Stroh, damit er richtig kratzig.

00:33:03: Ich

00:33:04: hab das Gefühl, mich hat jemand abgeschnürt mit einem Gürtel aus Eis.

00:33:07: So

00:33:08: unangenehm.

00:33:08: Ich trage keine BHs mehr, das stresst mich extrem.

00:33:12: Wenn mir die Unterhose in die Leiste schneiden, kann ich ausrasten.

00:33:14: Also, das ist keine Unterhose mehr.

00:33:18: Ich hab Kinder, die verweigern Socken.

00:33:19: Die finden's so nervig und einengend, das stört sie immer.

00:33:23: Merkst du bei

00:33:24: deinen Kindern, glaubst du, dass da auch jemand im Spektrum ist?

00:33:28: Ja, also, das ist so ein Running-Gag bei meinem Mann, der sagt, hier ist der, die ist in deinem Club, da sieht man.

00:33:35: Weil wir oft wirklich so ähnlich sind.

00:33:37: Also auch.

00:33:38: Und dein Mann ist aber nicht Neuruttyvagant?

00:33:41: Nein, ich denke, nein, ist er nicht.

00:33:43: Der darf uns alle unterstützen und muss den Laden irgendwie zusammenhalten und irgendwann auch eine Geschwindigkeit rausnehmen.

00:33:51: wie Verpackungen aufmache und so Sachen, die auf sich voll kaputt machen.

00:33:56: Also wirklich so.

00:33:57: Und dann so, oh shit, kann man nicht mehr benutzen, jetzt kann ich nicht mehr für die Retouren benutzen.

00:34:01: Retouren, dass die überhaupt retourieren oder wie man das heißt, keine Ahnung.

00:34:05: Ja, ich

00:34:05: weiß nicht, das ist zum Beispiel, wie es bei dir ist.

00:34:07: Aber bei mir ist zum Beispiel so, ich habe jetzt auch gerade so vier Pakete da vor der Haus für stehen.

00:34:12: Die sind aber auch alle schon mit dem Retourlabel und alle zu geklebt.

00:34:15: Schon fertig.

00:34:16: Jetzt muss ich halt nur noch die wegbringen.

00:34:18: Ja, aber nur noch.

00:34:18: Aber ich hab dann Gott sei Dank immer... Der kommt immer dieser eine Tag.

00:34:24: Da funktionierst du voll.

00:34:25: Da bin

00:34:25: ich so am Start, da wird alles gemacht.

00:34:27: Da fahr ich mit meinem Lastenfahrer mit achtzig Paketen und die Gegennäher auf alles im Griff.

00:34:32: Und wie gut fühlt man sich danach, wenn man es geschafft

00:34:34: hat?

00:34:35: Wie eine griechische Dienerin für mich danach.

00:34:38: Das ist wirklich, das fühlt sich einfach nur.

00:34:40: Und dann mach ich zu Hause noch eine Ordnung, bring ich da rein.

00:34:42: Da mach ich dann mal zum Beispiel unser Regal, wo ich mal eins reinschmeiß von den Kindern.

00:34:46: Da guck ich dann auch mal.

00:34:48: Krass, das ist neunzig Prozent Müll.

00:34:50: Ja, kann man eigentlich auch so tun.

00:34:51: Kann

00:34:51: man mal wegschmeißen.

00:34:52: Schaff ich aber halt auch.

00:34:53: Aber dieser eine Tag, der ist so geil.

00:34:54: Der ist geil, ja.

00:34:55: Ich kenne das.

00:34:56: Und das ist auch eine Sache, mir mehr zu verzeihen.

00:35:00: Ich bin so fucking streng zu mir.

00:35:03: Immer schon gewesen.

00:35:04: Und ich lerne das, weil ich auch lerne, dass es auch für die Kinder besser ist.

00:35:09: Wenn ich mir verzeihe, dann bin ich auch viel nachsichtiger mit ihnen.

00:35:12: Und die schauen

00:35:13: sich das ab.

00:35:13: Ich muss echt sagen, aber...

00:35:14: Ja, was du so zu dir sagst.

00:35:15: Ich hab das echt früh gelernt, also... Wir sind zwar, eine negative Sache ist mir aufgefallen, eine sehr positive Sache ist mir aufgefallen, weil die Kinder sich schon wirklich viel abgucken.

00:35:24: Ja.

00:35:25: Mir ist doch meine Kinder erst aufgefallen, wie oft ich sage, dass ich dumm bin.

00:35:28: Mhm.

00:35:29: Was ich echt versuch.

00:35:31: Weil sie

00:35:31: es wiederholt haben, oder?

00:35:32: Ja,

00:35:32: dass ich auch gesagt hab, ich bin dumm.

00:35:34: So, wo ich meine Scheiße, das haben die von mir.

00:35:35: Weil ich hab ganz oft selber gesagt, dass ich dumm

00:35:37: bin.

00:35:38: Ich meine, es war irgendwie lustig.

00:35:40: Aber als Mutter hörste ich noch mal an, was Kinder sagen.

00:35:43: Und ich möchte nicht, dass meine Kinder zu sich selber sagen, dass sie dumm sind.

00:35:47: witzig gemeint ist, möchte ich einfach nicht.

00:35:49: Aber eine positive Sache ist mir aufgefallen, dass beide meiner Kinder zum oder unsere Kinder null ausflippen, wenn man schief geht.

00:35:56: Also auch wenn den selber was kaputt geht oder wenn ihr ihn so unterschmeißt, sagen wir mal, ist nicht schlimm.

00:36:00: Ist nicht schlimm.

00:36:01: Und das ist so cool.

00:36:01: Also das ist so cool, also das, den so...

00:36:04: Also man macht dann alles richtig und man kann halt immer alles perfekt machen, ne?

00:36:08: Aber ich finde, man lernt doch seine Kinder dann schon aus so, dass man merkt, oh, das... und das ist cool.

00:36:14: Das ist nicht so.

00:36:14: Das ist nicht so.

00:36:15: Ich verzerr ihn.

00:36:16: Und noch mit ihnen zu reden.

00:36:17: Auch wenn sie klein sind, ich finde, dass sie echt, man kann so gut reparieren, nachkommen und sagen, hey, entschuldigen.

00:36:23: Und mir war vor allem jetzt auch im Buch, war das Wichtigste, dass die Leserin sich gesehen fühlen mit all dem, was da ist, dass es nicht schlimm ist.

00:36:36: und für sich mehr Mitgefühl und mehr Verständnis.

00:36:39: Weil wenn du nett zu dir bist, es gehen die Dinge so viel leichter und so viel besser.

00:36:43: Und ich kenne das bei so vielen, dass wir... Vielleicht auch von der Erziehung oder, es muss ja nicht mal zu Hause gewesen sein, die Erziehung, sondern auch in Schule oder so, dass man so hart mit sich ist, mit seinen Fehlern oder mit seinen...

00:36:55: So hart wär man auch nie mit Freunden oder so, ne?

00:36:57: Aber zu sich selber, also auch, was du den eigenen Körper betrifft, wenn er sich verändert.

00:37:01: Vielleicht teilt der Ärztin so... Würde ich zu einer Freundin würde ich nie sagen, Alter...

00:37:07: Also,

00:37:08: so bescheuert.

00:37:09: Aber ich finde, das ist ein Learning.

00:37:11: Und mir fällt es jetzt auch wirklich voll auf.

00:37:12: Also, vielleicht auch betroffene Mamas da draußen oder auch Papas.

00:37:16: Das geht auch nicht von heute auf morgen, ne?

00:37:18: Also, das dauert,

00:37:20: ich

00:37:20: kann jetzt zum Beispiel viel geiler für meine Bedürfnisse einstehen, zum Beispiel auch gegenüber meinem Partner, als wie noch vor drei Monaten.

00:37:28: Also, wenn ich jetzt zum Beispiel sage, Alex, es tut mir total leid, ich kann grad nicht mit dir auch noch reden.

00:37:34: Das ist mir gar zu viel, mir explodiert gleich der Schädel.

00:37:37: Ich kann mich jetzt auf die Kinder noch konzentrieren, aber das war's dann auch für heute.

00:37:40: Ich kann nicht noch mit dir auch eine Konversation führen.

00:37:43: Da hab ich mich vor ein paar Monaten, da hab ich mich dann immer noch

00:37:45: ... Überwunden dazu.

00:37:46: Schlecht

00:37:47: gefühlt und dachte mir dann so, oh, findet der mich jetzt irgendwie blöd, oder denkt er jetzt so, wa, was für ein Opfer so.

00:37:53: Und jetzt habe ich das geschafft, das zu kommunizieren und das ist gut für mich.

00:37:57: Und ich bin so, ja, das kann das leider einfach nicht.

00:37:59: Und das ist so wichtig.

00:38:00: Erstmal das zu checken und dann das zu kommunizieren.

00:38:02: Das sind aber auch noch mal Stritte.

00:38:04: Und ich finde, was du auch sagtest, Es ist nicht so, dass du nicht Schalter umlegst und dann kannst du es immer, sondern manchmal fällt es dir leichter, manchmal fällt es dir schwerer.

00:38:10: Und auch das zu akzeptieren, dass meine Veränderungen auch nicht mehr so vornehmen.

00:38:14: Ab jetzt machen wir das das.

00:38:15: Dass ich akzeptiere, dass manche Sachen auch nur für ein paar Wochen funktionieren und dann, dass es okay ist, wenn du jetzt wieder nachlassst.

00:38:23: Wir haben ja auch

00:38:24: ein Zyklus.

00:38:25: Und dann kommen wir wieder zurück dazu, wenn es wieder passt und einfach viel mehr Mitgefühl mit sich zu haben.

00:38:31: Das ist mir... Das habe ich gelernt, auch nach der Diagnose.

00:38:35: Verständnis für mich zu haben, was brauche ich, wie merke ich, dass es mir zu viel wird, weil ich habe das überhaupt nicht mehr gespürt.

00:38:41: Man verliert den Kontakt, man hat sich selber krass.

00:38:43: Und alle

00:38:43: andere haben mich schon gespürt.

00:38:44: Also die Vibes im Raum oder so wie sehr ich, es ist ja auch so schwer im Restaurant, weil ich den anderen zuhöre oder sofort merke, ah, da ist irgendwie eine komische Stimmung, was die Person darüber nachdenke.

00:38:53: Ich darf was damit zu tun.

00:38:54: Ja, so.

00:38:55: Du kannst mir wirklich sagen, dass es nichts mit dir zu tun hat, wenn mein Mann schlecht gelaunt ist und ich weiß, es liegt an was anderem, es liegt an seinem Job.

00:39:01: Es ist so etzend für mich.

00:39:03: Es ist so etzend, wenn er schlechte Laune

00:39:04: hat.

00:39:04: Man ist schuld dran, ne?

00:39:05: Immer fühlt

00:39:06: man sich irgendwie damit.

00:39:08: Ja, und das zu wissen, woher das kommt und damit sich selber ein bisschen sprechen, im Kopf.

00:39:17: Und sich da irgendwie

00:39:17: zu beruhigen.

00:39:17: Oder auch

00:39:18: laut.

00:39:18: Oder auch ganz laut.

00:39:20: Und auch anderen zu sagen, hey, passt auch, das ist mir zu viel.

00:39:22: Ich konnte auch nie absagen.

00:39:23: Ich habe mich da immer so schlecht gefühlt gegen die anderen.

00:39:25: Kannst

00:39:25: du das Gefühl?

00:39:26: Und das kann ich auch noch gar nicht lange, weil ich nicht absagen kann, auch so schlecht.

00:39:32: Und dieses Gefühl, ich frag dir jemanden was, und du weißt eh schon, du kannst es nicht.

00:39:35: Und dann sagst du sofort, nein.

00:39:37: Boah, ist das geil!

00:39:40: Das ist geil!

00:39:40: Das ist um zu freien.

00:39:42: Einfach zu sagen, nee.

00:39:43: Einfach

00:39:43: zu sagen, nein.

00:39:44: Und nicht auch, weil das bin ja ich.

00:39:47: Ich meld mich noch mal.

00:39:48: Ich überleg mich.

00:39:49: Du musst ihn mal gucken.

00:39:50: Nee, ich muss überhaupt nicht gucken.

00:39:52: Ich weiß, ich werde das nicht schaffen.

00:39:53: Und einfach wirklich von vorne her kannst du sagen, nein.

00:39:55: Oh, krass.

00:39:56: Also, es fühlt sich jetzt schon leicht an, wenn ich es nur höre.

00:39:58: Das ist

00:39:59: magic.

00:39:59: Einfach zu sagen, nee, das tut mir wirklich, aber ich kann das

00:40:02: nicht.

00:40:02: Kann das nicht.

00:40:03: Kann da nicht.

00:40:04: Mega geil.

00:40:04: So gut,

00:40:05: wirklich.

00:40:05: Ich setzte mal auf so eine Premiere eingeladen.

00:40:07: Und ich hab mich irgendwie auch noch zu gut gefühlt.

00:40:09: Ich war irgendwie überreizt so.

00:40:11: Und da hat mich noch mal gesagt, gehst du da heute Abend hin?

00:40:14: Und ich wusste, nein, ich geh da nicht hin.

00:40:15: Und ich hab's aber nicht geschissen bekommen, zu sagen, nein.

00:40:17: Und dann hab ich gesagt, warum bist du was?

00:40:19: Was willst du denn?

00:40:21: Dann hab ich gesagt, nein.

00:40:22: Und dann hab ich mal kurz gedacht.

00:40:23: Ja, verpasst dich jetzt was?

00:40:24: Nein!

00:40:25: Und dann habe ich mich so gut gefühlt.

00:40:27: Ja, ja.

00:40:28: Sehr gut.

00:40:29: Das kann ich auch noch, das ist auf jeden Fall auch auf meiner Liste, meiner Übungsliste.

00:40:32: Vielleicht üb ich es einfach mal irgendwie so.

00:40:34: Nein.

00:40:34: Nein.

00:40:35: So beim Bäcker.

00:40:36: Ja, weil ich random.

00:40:37: Wollen Sie noch, wollen Sie mit Karte oder Barzahlen?

00:40:39: Nein.

00:40:39: Viel zu böse.

00:40:40: Viel zu vehement, viel zu übertrieben.

00:40:43: Aber ja, ich glaube, das ist nein.

00:40:45: Nein.

00:40:46: Das ist wirklich geil.

00:40:47: Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich wär jetzt nicht beleidigt, wenn jemand sagt, ich kann nicht.

00:40:52: Ich bin ja auch nicht der Typ dafür vielleicht.

00:40:53: Gut, es gibt Menschen, die sind schon sehr empfindlich.

00:40:56: Wenn Sie das nicht hören.

00:40:59: Aber da merkst du, meine Leute sind unterschiedlich, da müssen wir uns darüber reden.

00:41:01: Denn dem einen ist halt das Wichtige und dem anderen das.

00:41:05: Und ich kann's bei den Kids so gut.

00:41:07: Wieso kann ich's denn aussehen?

00:41:08: Da kann ich's so gut nein sagen.

00:41:08: Da sag ich mir mal schon einen, und werden sie noch reden.

00:41:11: Okay, sorry, ich hab dir nicht zugehört.

00:41:13: Ich fange schon mit Nein

00:41:14: an und dann

00:41:15: muss ich wieder zurückgehen und sagen, ja, sag zurück.

00:41:18: Weil ich schon...

00:41:18: Was würdest du sagen, was ist das härteste für dich als Mama mit ADIS, mit den Kindern?

00:41:24: War die ganzen Emotions.

00:41:25: Also ich finde diese deren Emotionen plus meine Impulsivität damit klarzukommen, das ist wirklich... eine krasse Herausforderung für mich.

00:41:37: Ich will sie auch so fort, dass sie nicht wütend sind, dass sie happy sind.

00:41:43: Das ist aushalten.

00:41:44: Das muss ich auch erst lernen.

00:41:46: Also Geduld, Geduld und Ausland.

00:41:49: Und das ist auch okay ist, sich scheiße zu fühlen und einen schlechten Tag zu haben.

00:41:52: Ich weiß nicht, warum.

00:41:53: es war mir, hatte ich gesagt, anscheinend, in thirty-five Jahren nicht klar.

00:41:57: dass es auch erlaubt ist und auch in Ordnung und vor allem normal, sich auch scheiße zu fühlen und durch schlechte Emotionen zu gehen, dass das dazugehört.

00:42:06: Ja, man will das nicht, man will das sofort abstellen.

00:42:08: Sofort wegmachen und ...

00:42:11: ja.

00:42:12: Und es ist nicht geil.

00:42:12: Ablenken oder irgendwas oder ja.

00:42:15: Größte Geschenk ist ja wirklich, wenn du es schaffst, die alles zu akzeptieren.

00:42:19: Gut, ich fühle mich heute einfach kacke.

00:42:21: Ich habe heute schlechte Laune, mir geht es heute nicht gut.

00:42:23: Und ich

00:42:23: achte auf mich.

00:42:24: Und es hat nichts mit den anderen zu tun.

00:42:26: Nee.

00:42:26: einfach auch drauf achten.

00:42:27: Ich denke mir auf, wie fühlen die sich, wenn es mir jetzt, ja, ich will es einfach sofort loswerden.

00:42:30: Finden

00:42:31: die mich jetzt noch cool?

00:42:32: Finden

00:42:32: mich meine Kinder noch cool?

00:42:34: Nein, aber auch mit, also ich übe das mit ihnen.

00:42:36: Ich find das echt cool, wenn die vielleicht drauf sind zu üben.

00:42:39: Ich mach jetzt nicht sofort wie ganz am Anfang ablenken oder schnullereien.

00:42:45: Geht ja eh nicht irgendwann mit einem gewissen Alter.

00:42:47: Aber dass du dann, ja, ich verstehe, was passiert, ja, also dass ich auch check immer hinter dieses Verhalten zu blicken, weil du... Ich war immer so fokussiert auf das Verhalten.

00:42:56: Du verhältst dich so.

00:42:57: Aber warum?

00:42:58: Was war da?

00:43:00: War heute irgendwas in der Schule oder keine Ahnung?

00:43:02: Also gar nicht,

00:43:02: wenn es dann geklappt hat, dass man sagt, es sollte irgendwas passiert, was dich irgendwie...

00:43:07: Wo ich fühle, ich fühle mich... Sorry.

00:43:08: Ja,

00:43:08: ich fühle mich einfach... Ich werde dich halt einfach eine professionelle Pädagogin.

00:43:12: Auf jeden

00:43:13: Fall.

00:43:13: Auf jeden Fall.

00:43:14: Dann sitze ich mir so da... Ah, siehst du, das war's.

00:43:18: Ja, ich fühle mich so stark dann.

00:43:19: So denke ich mir so... Mom-Role-Completed.

00:43:23: Ja.

00:43:23: Um dann wieder fünfzehn später, ja, genauso, dann wieder total auszuticken.

00:43:28: Und das ist auch ein Learning.

00:43:29: Je mehr ich mir Druck mache, ich bin cool, ich schreihe heute nicht, umso schlimmer ist es.

00:43:35: Wenn ich netter zu mir bin, dann könnte es sein, dass ich heute, ich bin schon echt am Anschlag, dann ist es viel besser.

00:43:40: Je öfter ich mir im Kopf sage, nicht schreien, nicht schreien.

00:43:44: Das nicht hört man hier nichts.

00:43:45: Das kommt sofort.

00:43:45: Leute, ich sag's euch ganz ehrlich, ich bin heute auch einfach bedient.

00:43:49: Ja.

00:43:49: Es

00:43:49: ist auch... Es ist auch bedient.

00:43:50: Weiß ich nicht, ob die das verstehen würden bei mir, aber ja, heute nicht.

00:43:53: Ich

00:43:53: bin jetzt auch einfach mal müde und ich möchte jetzt anwärtern, dass ihr die Zähne pusst und wir einfach zusammen ins Bett gehen.

00:43:59: So.

00:43:59: So.

00:44:00: Und es hat auch... Also, ich kann auch... Ich kann sie so gut verstehen.

00:44:03: Ich kann mich so gut in meine Kinder hineinversetzen.

00:44:05: Ich weiß nicht, ob das bei ihnen sei, aber ich verstehe sie so gut.

00:44:08: Ich bin selber, fühle mich ja so noch nicht so ganz erwachsen oft und denke mir, Ich weiß, es ist gerade so langweilig.

00:44:15: Zähneputzen ist so langweilig.

00:44:16: Ich kann mal machen,

00:44:16: machen sie irgendwie.

00:44:19: Manchmal kann ich auch nicht fahren machen.

00:44:20: Manchmal ist es eine... Was ist der Kraft?

00:44:22: Ja, und dann sage ich heute nicht.

00:44:24: Aber sieht... Und dann

00:44:25: einfach so, bist du Karajas?

00:44:26: Gut.

00:44:26: Und dann schon die Zahlen bist du schon so, okay, stelle ich wieder hin, ist okay.

00:44:30: Willst du, dass die alle Zähne aus dem Maul rausfauen?

00:44:33: Auch schöne Bilder, schöne Bilder für gute Nacht.

00:44:36: Und

00:44:36: hier noch ein Bild von einem krass vergammten

00:44:37: Maul.

00:44:38: Und den Schlaf.

00:44:39: Und den Schlaf, schön.

00:44:40: Mit diesen Bildern im Kopf.

00:44:41: Ach ja, du bist doch Zähneputzen.

00:44:43: Okay.

00:44:43: Können wir gerne machen, ja.

00:44:45: Ich hab ihnen auch erklärt, ich schott mal, das ist wie so ein

00:44:48: Glaswasser.

00:44:49: Ich starte mit so einem vollen Glaswasser und dann immer, wenn was passiert, geht's bisschen raus, bisschen raus und irgendwann ist das Glas so leer und dann bin ich schneller laut oder ticker schneller aus oder so.

00:44:58: Und dann meinte so ein Kind, ja manchmal bist du in der Früh schon voll, ist dein Glas schon leer.

00:45:03: Ja, stimmt.

00:45:04: Weil die Nacht war irgendwie, der Tag davor war so mega fressig.

00:45:08: Schön beobachtet.

00:45:09: Sehr gute

00:45:09: Beobachtung.

00:45:10: Richtig.

00:45:11: Und ...

00:45:12: Die Mama ist ein Schnapsglas,

00:45:13: ja?

00:45:14: Die Mama hat heute nur ein Schnapsgläschen und das ist schon leer.

00:45:16: Aber ich hab ihnen gesagt, hey, wir können's wieder füllen.

00:45:18: Wir können's füllen, indem ihr was ruhiges hier macht

00:45:21: und die Fresse haltet.

00:45:22: Genau.

00:45:23: See you later.

00:45:23: Aufräumen,

00:45:24: Fresse halten und dann ... Ja.

00:45:26: Und jetzt macht's die Mama erst mal einen schönen Kappuccino mit Hafermilch.

00:45:29: So, und aufräumen danach.

00:45:31: Ach, Mann.

00:45:32: Nicht verschütten.

00:45:32: Am

00:45:32: Ende ganz ehrlich, ich glaub ... Ach, dieser Folge, wenn ich eins mitnehme, ist es, ich nehme sehr viel aus der Folge mit.

00:45:40: Einfach

00:45:40: wirklich auch echt nett zu sich selber zu sein.

00:45:42: Wir sind alle verdammt streng zu uns und das ist nicht geil, es macht es wirklich nicht besser.

00:45:48: Aber das macht es besser, wenn du nett dazu verspreche, es wird viel leichter.

00:45:51: Absolut, einfach mehr

00:45:51: Gnade mit sich selber, weil man ist ja zu anderen, also ich z.B.

00:45:54: ist ja auch nachsichtig und verständnisvoll und warum nicht auch einfach zu sich selbst?

00:46:00: Ja.

00:46:01: Could be so easy.

00:46:03: Folgt ihr auf Instagram Natalia Lamotte?

00:46:06: Ist das wirklich dein Name?

00:46:09: Warum?

00:46:10: Warum?

00:46:11: Das klingt auch ein bisschen wie so ein Showstar aus.

00:46:15: Ja?

00:46:15: Ja, Natalia Lamotte.

00:46:16: Also

00:46:17: das ist ja auch nicht nur mein ursprünglicher Nachname gewesen.

00:46:19: Ich hatte so einen, ich habe mich so abhoch geheiratet.

00:46:22: Aber es ist wirklich sein Name?

00:46:23: Es ist sein Name, ja.

00:46:24: Cooler

00:46:24: Name muss ich sagen.

00:46:25: Das fand ich auch gut.

00:46:25: War auch so, okay, weiß noch nicht wie du bist, aber der Name... Der Name ist schon mal geil.

00:46:30: Der ist schon mal gut da, werde ich schon mal ein bisschen... Naja, hinschauen.

00:46:33: Ähm...

00:46:34: Ja, schade, dass du München wohnst.

00:46:35: Sehr schade.

00:46:37: Weil, also, mit dir würde ich schon auch mal Korn an.

00:46:39: Ja, und mit den Kids.

00:46:41: Ich sag dir, du hättest so eine gute Zeit.

00:46:42: Sie würden sich so um deine kümmern und du hättest einfach nur lachen und Kapuccino trinken.

00:46:47: Wir gehen jetzt lunchen, falls es ihr jemanden interessiert von euch da draußen und wir wünschen euch eine geile Zeit.

00:46:52: Ähm, ganz kurz.

00:46:53: Im Instagram.

00:46:54: Ich heiße ja nicht Natalia Langott.

00:46:55: Nur damit es Schesterherzen du lass.

00:46:57: Es gibt, ähm... Scheiße, Tromb.

00:47:00: Das hast du

00:47:01: gerockt die ganze Folge ins sympathische Fehler am Ende.

00:47:03: Es ist überhaupt

00:47:03: kein Problem.

00:47:04: Schwester-Herzen-Dulas.

00:47:06: Schwester.

00:47:07: War Schwester-Herz.

00:47:08: Wenn wir sagen, das ist aber geil, wer dem merken, die Leute sich das.

00:47:10: Schwester.

00:47:11: Schwester.

00:47:12: Herzen.

00:47:12: Schwester-Herzen.

00:47:14: Dulas.

00:47:14: Dulas.

00:47:15: Buchte jetzt.

00:47:16: Buchte jetzt.

00:47:17: Herzen Dulas.

00:47:19: Mit meinem Code begonnen.

00:47:22: Ja, geil, was ihr macht.

00:47:23: Wir müssen lanschen.

00:47:24: Scheiß,

00:47:25: jetzt haben wir gar nicht mal ... Kannst du noch mal kommen, irgendwann?

00:47:27: Auf jeden Fall.

00:47:28: Cool.

00:47:28: Machen wir.

00:47:29: Gut.

00:47:30: Ich hab noch sehr viel offene Fragen, muss ich sagen.

00:47:32: Ja.

00:47:33: Ja,

00:47:33: voll gerne.

00:47:34: Nice.

00:47:35: Natalia.

00:47:36: Evelyn.

00:47:36: Danke, dass du heute da bist.

00:47:38: Danke für die Einladung.

00:47:40: Schon.

00:47:41: Fühlst dich auch so ein

00:47:42: bisschen

00:47:43: ... Ich fühl mich

00:47:44: so jung mit dieser Hose.

00:47:45: Wow, ich bin einfach ein Teenager-Mam.

00:47:48: Teenager, ohne Mam.

00:47:50: Wir sind einfach keine Teenager.

00:47:51: Wir sind einfach ganz kleine Teenager.

00:47:52: Das Verlebt aussehen!

00:47:55: Die ein bisschen mehr.

00:47:56: Das Verlebte Teenager.

00:47:57: Ja.

00:48:01: Hey und eine Sache noch ihr Lieben, ich würde mich total freuen, wenn ihr meinen Podcast alle meine Eltern bewertet.

00:48:05: Natürlich mit fünf Sternen, alles unter fünf finde ich peinlich.

00:48:08: Und ansonsten abonniert gerne den Podcast überall, wo es was zum abonnieren gibt.

00:48:13: Hey, wenn ihr Lust habt, dann würde ich mich total freuen, wenn ihr alle meine Eltern-Punk-Podcast auf Instagram und TikTok folgt.

00:48:18: Da gibt es noch ein bisschen Kleinigkeiten zum Genießen, zum Verweilen, lernt es ein.

00:48:23: Also freue mich, tschüss!

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