#197 Been there, done that – danke, ciao!
Shownotes
Alle Zelte abbrechen, um dem eigenen Leben eine mutige Wendung zu geben? Genau das hat Josefine Gauck mit ihrer Familie getan. Ihre kleine Tochter lebt mit einer schweren Sehbehinderung, und ihre Eltern wollten ihr die Welt zeigen, solange es noch geht.
Also Wohnung gekündigt, Auto verkauft, drei Kinder geschnappt – und ab auf Weltreise! Unterwegs wurden verschiedene Lebensmodelle ausprobiert und nach dem idealen Wohnort gesucht. Danach ein Jahr auf Bali, mit einer progressiven Schule, die allen Kids gerecht werden sollte. Spannend, welche Dynamiken innerhalb der Familie dort entstanden sind. Und auch die Erkenntnis, dass es zuhause auch recht schön ist…
Zurück in Deutschland hieß es dann: neu sortieren nach der Trennung der Eltern. Auch auf Weltreise ist man vor Paar- und Alltagsproblemen nämlich nicht gefeit. Neustart als Patchwork-Familie, Teenager-Chaos und Co-Parenting inklusive. Zwischendurch immer wieder Josefines Herzensthema: Atmung – der Spiegel der Seele.
Eine frische, mutige und ehrliche Folge über große Entscheidungen, Abenteuer, Umwege und Neuanfänge – unbedingt reinhören!
Josefine bei Instagram? Hier entlang: https://www.instagram.com/josefinegauck/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das ist eben auch was unsere Freunde und so gesagt haben.
00:00:03: Es hat jetzt auf Weltreise gegangen, dann habt ihr auf Bali gelebt und jetzt kommt ihr irgendwie getrennt zurück, spinnt ihr eigentlich.
00:00:08: Wir sind das von der Scheißaktion gewesen.
00:00:10: Nein, wirklich.
00:00:11: Was war der Grund?
00:00:12: Ich muss da wirklich sagen, das sehen wir beide, glaube ich, gar nicht so.
00:00:16: Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich glaube, das gehört total dazu.
00:00:21: Hey, willkommen bei alle meine Eltern.
00:00:24: Hier reden wir Klartext über das Leben mit Kindern und allem drum und dran.
00:00:27: Ehrlich, locker und garantiert nicht judgey.
00:00:30: Vielleicht ganz selten.
00:00:32: Wir sind ja auch
00:00:32: eben alle nur Menschen, ne?
00:00:34: Also viel Spaß beim Hören.
00:00:38: Liebe Leute, heute wird spannend.
00:00:40: Es geht um eine Weltreise, eine Dreifachmama, eine Trennung, wie man alles unter einen Hut bekommt.
00:00:46: Dazu hat sie auch ein Buch geschrieben.
00:00:47: Heute zu Gast ist Josefine Gauck.
00:00:49: Und ich freue mich, dass du da bist.
00:00:51: Erst mal hallo.
00:00:51: Ich freue
00:00:52: mich auch.
00:00:52: Danke für die Einladung.
00:00:54: Ich weiß jetzt auch gar nicht, wo wir jetzt anfangen am besten.
00:00:56: Vielleicht erzählst du erst mal, wie alt deine Kinder sind, damit wir uns ein bisschen...
00:00:59: Meine Kinder sind für... Ich habe zwei Jungs, ein Mädchen und die sind fünfzehn, dreizehn und acht.
00:01:05: Okay.
00:01:05: Also hast du ein bisschen Zeit gelassen mit dem dritten?
00:01:07: Ja, das stimmt.
00:01:08: Ich habe sehr früh angefangen.
00:01:09: Ich war aber ein
00:01:18: erster
00:01:20: Kind.
00:01:21: Ich war wirklich jung.
00:01:22: Ich war auch im Freundeskreis wirklich die einzige.
00:01:26: Und das war schon herausfordernd, weil es gab damals ja noch nicht Instagram und irgendwelche Hashtags mit zwei unter zwei und so.
00:01:33: Man konnte nur so alleine vor sich hin leiden.
00:01:36: Ja, es ist halt nicht ohnegeil.
00:01:37: Das ist schon
00:01:37: was anderes gewesen, ja.
00:01:39: Und
00:01:39: wenn auch kein anderer um dich holen hat.
00:01:41: in der gleichen Situation, dass man sich gar nicht austauschen kann.
00:01:43: Total.
00:01:44: Und das isoliert echt schnell.
00:01:45: Also das war damals wirklich ... Wolltest
00:01:47: du so vor Mama werden oder ist das so ...
00:01:49: Ähm, doch, mir wurde mal gesteigen richtig ein.
00:01:53: Mir wurde gesagt, als ich relativ jung war, so mit zwanzig, dass ich bitte nicht erst mit einer Kinderwunschklinik kommen soll, weil ich so hormonelle Disbalancen hatte.
00:02:03: Dann fang ich lieber früher an als später.
00:02:05: Was du da genau hattest?
00:02:06: Ich kann es dir nicht genau sagen.
00:02:07: Irgendwas war nicht richtig.
00:02:09: Aber ich musste so Kinderwunschbehandlungen machen, mit einem wirklichen Hormone nehmen und Eilsprungen auslösen und so weiter.
00:02:17: Aber auch nur beim ersten Kind.
00:02:18: Also es ist so ein bisschen so, als hätte man einmal so auf Starter alles drücken müssen.
00:02:22: Und beim zweiten und dritten bin ich, also da hat es dann nicht so ...
00:02:26: Ja, voll toll.
00:02:27: Ja, verrückt, ne?
00:02:28: Ja, krass.
00:02:29: Als hätte der Körper einmal kurz lernen müssen, wie es funktioniert.
00:02:33: Ja, aber voll gut.
00:02:34: Ja, das war schon gut dann.
00:02:35: Weil ich
00:02:36: jetzt auch nicht zum ersten Mal, dass Leute wirklich in der Kinderwunschbehandlung waren, aber am zweiten und dritten Mal, wie auch immer, ist dann einfach geklappt so,
00:02:42: oder?
00:02:42: Witzig, ne?
00:02:43: Genau, und dementsprechend habe ich so früh Kinder bekommen, und die beiden Jungs, und du dachtest auch eigentlich, so zwei Jungs, das reicht dann auch erst mal, und dann habe ich gleichzeitig studiert, als die Jungs schon da waren, und auch das funktioniert ja einigermaßen gut, und so, dass wir uns gedacht haben, ja gut, dann können wir ja noch ein Drittes machen, als dann auch unsere Freunde alle so anfingen mit Kindern, wird man ja wieder so angesteckt gerne mal.
00:03:03: Und dann haben wir dann doch mal eins nachgelegt.
00:03:06: Und euer drittes Kind, eure Tochter, die kam mit einer
00:03:11: Krankheit aus der Welt.
00:03:12: Also eine Seebehinderung ist das, genau.
00:03:14: Das ist eine seltene Erkrankung, die wir festgestellt haben, als sie so ungefähr drei Monate alt war.
00:03:22: Die hat eine Netzheit Erkrankung, eine degenerative.
00:03:24: Und das haben wir damals festgestellt, als sie Die schielen ja immer so am Anfang.
00:03:29: Das ging aber nicht weg bei ihr.
00:03:30: Und sie guckte uns nicht an.
00:03:32: Und ihre Augen sind immer so umgerollt oder zum stärksten reiz, also zum herzenden Licht gewandert.
00:03:39: Man hat gemerkt, sie hat eher so aufs Hirn reagiert.
00:03:42: Und ich weiß noch, ich glaube, U-IV oder so mit drei Monaten bei meiner Kinderärztin stand und meinte, kannst du dir noch mal die Augen angucken?
00:03:48: Ich hab mir das Gefühl, das ist so richtig.
00:03:52: Weil sie hatte das auch nicht so gemerkt in ihrem normalen Checkup.
00:03:54: Ja, ich finde das so
00:03:55: kleine Babys.
00:03:56: Das ist halt auch voll schwer.
00:03:59: Und dann hat sie ihre Tests gemacht und wurde immer leiser und das dauerte immer länger.
00:04:04: Und dann sagte sie irgendwann so, ihr müsst mal nebenan zum Augenarzt gehen.
00:04:07: Das ist irgendwie, glaube ich, ein bisschen was anderes.
00:04:10: Dann sind wir wirklich direkt nebenan zum Augenarzt gegangen und der hat da seine Untersuchung gemacht und der meinte dann so, nee, also dann müssen sie jetzt mal in die Uniklinik gehen, weil das ist irgendwie gar nicht lustig.
00:04:17: Wie war der Moment für dich?
00:04:19: Für euch?
00:04:20: das war damals war ich noch so ja gut mal gucken was das ist also weiß ich nicht.
00:04:26: und dann stellte sich heraus ihr augen dieses augen zittern was sie hat das nennt sich nicht sagen muss.
00:04:30: das ist so wie wenn du im zug sitzt und aus dem fenster guckt und die augen war denn immer so.
00:04:36: Das ist so ein Symptom, das kann alles sein.
00:04:39: Es hätte eben auch ein Hirntumor sein können, es hätte irgendwie ein anderes Komplex.
00:04:43: Und dementsprechend stand dann so ein bisschen was auf dem Spiel und dann hat sie eben diese ganzen Untersuchungen machen müssen, als die drei Monate etwa.
00:04:51: Und dann bestellte sich raus.
00:04:53: Und damals hieß es noch, dass sie richtig blind sei.
00:04:56: Also, dass sie wirklich blind bist, gesetzlich blind, wenn du unter zwei Prozent Sehkraft hast.
00:05:00: Und deswegen hieß es dann, okay, sie ist nur blind.
00:05:03: Weil für uns war das nach dem Moment eine Erleichterung, weil eben doch so viel Schlimmeres im Raum stand.
00:05:07: Und ich wusste dann, okay, sie wird nicht daran sterben.
00:05:10: Sie braucht keine OP, ihr muss nicht der Schädel aufgesägt werden, weißt du so.
00:05:14: Und deswegen war das erst mal so eine Erleichterung.
00:05:16: Und das finde ich auch eigentlich, wenn man so drüber nachdenkt, natürlich krass, dass die so einen Satz als Eltern ... Mit einer Erleichterung über die Lippen geht, dass du sagst, sie ist nur blind.
00:05:25: Ja, krass.
00:05:26: Das war's schon.
00:05:28: Speziell so und dann hat es aber noch mal lange gedauert, bis wir die endgültige Diagnose hatten, weil es einfach sehr selten ist.
00:05:35: Und das hat sie auch immer noch in der Seekraft von sieben Prozent im Moment.
00:05:39: Was heißt sieben Prozent?
00:05:41: Ja,
00:05:41: es kann ganz alles bedeuten.
00:05:42: Das kannst du eben auch nicht so pauschalisieren.
00:05:45: Bei ihr ist das so, sie sieht in der Nähe sehr gut.
00:05:48: Also sie malt auch Bilder aus, bleibt auch in den Linien.
00:05:51: Ach
00:05:51: wirklich?
00:05:52: Ja, genau.
00:05:52: Was
00:05:52: sieben Prozent klingt
00:05:53: so
00:05:54: wenig, dass man wirklich dachte, da kann man vielleicht noch so hell oder... Nein,
00:05:57: das
00:05:58: ist
00:05:58: anders.
00:05:59: Da gibt es natürlich auch solche Fälle oder Leute, die eben keine Farben sehen.
00:06:04: Und das sieht sie alles, was über drei Meter hinausgeht, ist, glaube ich, so wie als würde sie durch seine Milchglascheibe gucken.
00:06:09: Und dann hat sie so ein ganz eingeschränktes See fährt.
00:06:12: Also jetzt würdest du durch den Eimer gucken.
00:06:14: Also rechts und links nicht viel.
00:06:15: Und eben nicht so weit.
00:06:16: Und sie ist nachtblind halt schon.
00:06:17: Also sie braucht ganz viel Licht.
00:06:19: Also überhaupt auch am Platz, in der Schule und so.
00:06:22: Und sobald es dämmert, sieht sie eben nichts und im Dunkeln überhaupt nichts.
00:06:25: Dann hat sie auch ihren Stock, mit dem sie sich da orientieren muss.
00:06:29: Aber auch eine krasste Kombo wahrscheinlich für ein Kind.
00:06:32: Also irgendwie ja voll geil, dass du beides hast.
00:06:34: Du bist halt irgendwie, irgendwie kannst du sehen.
00:06:36: Auf der anderen Seite bist du aber auch blind, ne?
00:06:38: Ja, aber sie kennt, also das heißt so nicht.
00:06:40: Wir sagen ja nicht, sie sehbehindert, das weiß sie auch so.
00:06:42: Und das sie anders sieht als andere.
00:06:44: Aber sie kennt es natürlich auch nicht anders, ne?
00:06:46: Also sie ist ja so aufgewachsen und... Und
00:06:48: liest sie dann aber Buchstaben oder...?
00:06:50: Genau.
00:06:51: Doch, ja, ja, ja.
00:06:52: Also sie hat, weiß ich nicht, die Erstlesebücher sind ja so ziemlich große Schrift, das kann sie auch so lesen.
00:06:58: Aber alles was kleiner ist, das nicht, dann brauchst du eine Loop oder sie hat es in der Schule so ein Lesegerät, das steckt und tut dann was drunter.
00:07:03: Sie zieht aus wie so ein Overhead-Projektor früher und dann hast du oben ein Bildschirm und dann wird das ganz doll vergrößert und so was halt.
00:07:09: Und sie fährt aber zum Beispiel auch Fahrrad.
00:07:11: Also jetzt nicht im normalen Straßenverkehr, aber so auf Wegen und so fährt sie auch Fahrrad.
00:07:16: Genau.
00:07:16: Und so ist das aktuell.
00:07:18: Es ist aber eben so, dass diese Erkrankung, die sie hat, eine degenerative Erkrankung ist und das bedeutet, dass es eigentlich schlechter wird.
00:07:24: Und es heißt also, die Ärzte sagen, dass sie im Laufe ihres Lebens vermutlich komplett erblinden wird.
00:07:30: Wann weiß niemand?
00:07:31: Kann man keine Prognose abgeben?
00:07:32: Das war so ein bisschen der Grund dafür, unter anderem, dass wir gesagt haben, bevor das passiert, müssen wir ja noch mal die Welt zeigen und haben eben mit unseren Kindern uns einen Sabbatjahr genommen und eine Weltratze gemacht einen Jahr lang.
00:07:45: Voll die tolle Idee erst mal.
00:07:47: Eure Großen sind auch schon in der Schule eigentlich, ne?
00:07:50: Genau, die waren damals zwölf und zehn und sie war fünf, falls wir los sind.
00:07:55: Wie läuft denn so was?
00:07:56: Weil ich bin jetzt aus so nähern uns ja auch der Schule und ich finde es immer wieder so krass zu sehen, okay, das ist halt wirklich so der Ernstes Leben.
00:08:02: Also kannst du ja nicht einfach mal sagen, wir sind mal zwei Monate weg.
00:08:05: Wie habt ihr das geregelt?
00:08:06: So vorab jetzt mache ich einfach nur sehr interessant.
00:08:09: Ja, auch da gibt es keine pauschale Lösung.
00:08:12: Also erstens ist es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und es gibt Mittel und Wege.
00:08:17: Es gibt ganz viele Foren im Internet, wo sich die Leute darüber austauschen, wie man das schafft, die Kinder irgendwie zu befreien oder so.
00:08:25: Wir haben da eine sehr individuelle Lösung gefunden
00:08:28: mit
00:08:30: unserer Söhne.
00:08:32: Ich glaube, es kommt
00:08:32: auch voll auf die Schule drauf an.
00:08:33: Wie
00:08:34: die auch
00:08:35: draußen
00:08:35: so.
00:08:36: In Hamburg ist es irgendwie so, die Schulleitung darf bis zu sechs Wochen Beurlauben und alles ab.
00:08:41: Dann muss die Behörde machen, aber die Behörde ist da jetzt nicht so... Förderliche in solchen Vorhaben.
00:08:46: Wir sollten es doch eigentlich nie fördern, oder?
00:08:47: Nee, genau.
00:08:49: Und überhauptisch, also man muss sich das überlegen, auch ob man danach wiederkommen möchte.
00:08:53: Wir hatten das so ein bisschen offen gelassen.
00:08:54: Für uns, wir haben gesagt, schau mal, vielleicht gefällt es uns irgendwo so gut oder wir gucken mal die Orte an, von denen wir denken, vielleicht sind die besser als Hamburg, wo wir herkommen.
00:09:02: Aber ist halt wieder in Hamburg.
00:09:03: Jetzt ja, aber wir waren danach noch ein Jahr weiter weg.
00:09:06: Wo?
00:09:07: Auf Bali dann noch ein Jahr.
00:09:08: Genau, das findet in den Buchen eben statt.
00:09:11: Genau.
00:09:12: Kommen
00:09:12: wir gleich dazu.
00:09:13: Das Buch heißt, falls ihr's jetzt, ich seh's ja nicht, mal gucken.
00:09:16: Genau.
00:09:17: Von
00:09:17: Josefine Gauck.
00:09:18: Ja.
00:09:18: Ich muss das einmal jetzt sagen, weil mein Sohn ist ganz sauer, der Titel, den hat sich meinen Sohn ausgedacht.
00:09:24: Und er hat schon die ganze Zeit gesagt, er kriegt einen Bitteanteil.
00:09:28: Aber ich soll's doch bitte schön mal erwähnen, ich erwähne es
00:09:30: hier nicht.
00:09:30: Das hier schon drauf ist mit Anteilen und so.
00:09:32: Ja,
00:09:32: das ist so, sind cooler
00:09:33: Typ.
00:09:34: Cooler Typ.
00:09:36: Anklages raus, ja.
00:09:38: Das ist echt schlimm.
00:09:40: Ja, geil.
00:09:41: Okay, das heißt, ihr habt das dann alles eben geregelt.
00:09:44: Wohnungen wahrscheinlich, vermietet, gekündigt.
00:09:48: Also richtig?
00:09:49: Ja, alles.
00:09:50: Volles Rohr.
00:09:51: Ach, krass,
00:09:52: Leute.
00:09:52: Ja, weil wir wollten also ... Es war nicht nur ... Es gab noch mehr Gründe, weswegen wir einfach mal raus mussten.
00:09:57: Darf ich mal fragen?
00:09:59: Was machst du beruflich eigentlich?
00:10:02: Ich hab da Medizin studiert, dann hab ich das ja nicht abgeschlossen, sondern aufgrund dieser ganzen Familien-Situation, die wir haben entschieden, dass ich mich ... Mehr der Familie.
00:10:12: Ich hab gesagt, ich werde keiner Sache gerecht, weder dem Studium noch der Familie.
00:10:16: Das war für mich kein guter Zustand, so zu leben.
00:10:19: Und hab das abgebrochen und hab dann Ausbildung zu Kinder- und Jugendcoach gemacht, Yoga-Lehrer-Ausbildung gemacht und so was.
00:10:25: Dann sind wir aber schon auf Reise gegangen und mittlerweile schreibe ich eben.
00:10:28: Ich schreibe für die Zeitung und hab das Buch geschrieben und schreibe noch in den nächsten.
00:10:31: Du bist auch Artencoach und so, ne?
00:10:32: Ja,
00:10:33: genau.
00:10:34: Dann möchte ich heute auch noch mal ein paar coole Artenübungen abgreifen.
00:10:37: Und dein Ex-Partner?
00:10:40: Macht der?
00:10:40: Er
00:10:42: arbeitet von einem amerikanischen Konzern.
00:10:45: Und
00:10:45: er hat Elternzeit genommen, das erste Mal.
00:10:48: Also
00:10:48: wirklich ein Jahr, ich finde es krass.
00:10:50: Also ihr wirklich alle Zelte abgebrochen.
00:10:53: Ja, wir mussten das mal machen für uns.
00:10:55: Wahnsinn.
00:10:55: Ja, also für uns war das ein bisschen so.
00:10:57: Wir waren dann in dieser, man lebt ja immer so in seiner Bubble irgendwie und haben einfach gemerkt, Also es war dann auch die Pandemie und wir haben in der Pandemie, das gab ja Familien, die fanden das auch gut, weil sie plötzlich so viel Zeit hat miteinander.
00:11:10: Wir hatten es jetzt ein bisschen schwieriger.
00:11:11: Wir haben das Homeschooling, es war einfach herausfordernd für uns dann ein Kind mit Förderbedarf und so und haben dann in dieser Zeit gemerkt.
00:11:20: Da sind wir zweimal in der Pandemie nach Teneriffa für vier Wochen und haben gesagt, wir müssen hier raus und müssen irgendwie einfach Sonne und Licht und so.
00:11:26: Und das hat uns so gut getan, dass wir da festgestellt haben, dass wir unsere Leben infrage gestellt haben und überlegt haben, was sind eigentlich die Werte, die wir unseren Kindern mit ihnen wollen, wie wollen wir eigentlich leben, wo wollen wir leben und so.
00:11:37: Und man einfach an so einem Punkt, wo wir gesagt haben, es steht jedoch eh alles gerade Kopf, Pandemie technisch, wieso vielleicht nicht jetzt einfach mal sagen, okay, dann ändern wir es jetzt auch noch mal.
00:11:46: Ja, voll geil.
00:11:47: voll toll, wenn man sich da einig ist, alle Bock drauf haben und es dann auch wirklich einfach macht.
00:11:52: Also, ja, ich kenne voll viele Leute, die haben ja auch so Träume, aber klingst dann irgendwie nicht hin, das wirklich zu machen.
00:11:57: Das ist eben das, worüber ich auch im Buch schreibe.
00:11:59: Also, wir hatten diese Idee und dann kommen natürlich erst mal irgendwie so zwanzig Jahre, aber dies und das und das und das und das, und das haben alle Menschen.
00:12:05: Aber das ist eben ganz wichtig, dass du da schaust, dass du Lösungen findest und die findest du.
00:12:11: Also, auch unsere Vision der Reise sah am Anfang zum Beispiel auch anders aus.
00:12:14: Weil, wie war die Version erst mal?
00:12:17: und hab zu meinem Mann gesagt, auch so ein Jahr um die Welt im Camper wär doch auch ganz nett.
00:12:21: Oder
00:12:21: drei Kinder.
00:12:22: Und das warst du jetzt aber am Ende natürlich auch nicht.
00:12:24: Also wir waren zwischenzeitlich im Camper unterwegs, aber wenn du dich erst mal auf den Weg machst und überlegst, wie könnte es sein?
00:12:29: Wo habt
00:12:29: ihr angefangen?
00:12:32: Mit der Planung meinst du?
00:12:32: Oder mit der Reise?
00:12:34: Ja, also rufen wir auf.
00:12:35: Ja, das war nicht wo ich jetzt hin reisen müsste.
00:12:37: Genau, das ist auch echt, ja.
00:12:39: Also, da nicht, dass wir so ein bisschen im Hinterkopf haben, vielleicht gucken wir uns Orte an, wo wir auch danach leben wollen.
00:12:45: Wir haben gesagt, wir machen Englischsprachig, das war uns eigentlich irgendwie wichtig.
00:12:48: Dann haben wir gesagt, wir wollen gutes Wetter haben.
00:12:51: ein Jahr lang Sommer irgendwie brauchen, bedringt.
00:12:54: Und ja, und dann ganz ein paar Sehnsuchtorten.
00:12:57: Dann haben wir gesagt, irgendwie Kanada und Kalifornien wollten wir machen, Neuseeland, Australien.
00:13:02: Und dann haben wir es eigentlich gesagt, so ein bisschen nach der Jahreszeit auch gerichtet.
00:13:05: Und seid
00:13:06: ihr im Bus unterwegs gewesen?
00:13:07: Nicht die ganze Zeit.
00:13:08: Nein, nein.
00:13:08: Wir sind in Kanada eine Zeit lang in so einem riesigen Camper unterwegs gewesen.
00:13:13: Und zwischen aber auch Auto.
00:13:14: Und dann haben wir ... eben um Leute, Land und Leute gut kennst du gerne, authentische Erfahrungen zu machen und auch um das Budget irgendwie einzuhalten, haben wir auf so Bio-Farm gearbeitet und da irgendwie gelebt mit den Menschen und dort gibt es diese Konzepte, wo du eben bearbeitest und wohnen kannst und Essen kriegst und so ist dieser Austausch und du hast halt keine Kosten.
00:13:34: Das ist mega, das waren die besten Erfahrungen, die wir gemacht haben.
00:13:38: Total.
00:13:40: Wie war das für eure Jungs?
00:13:41: Mit einer fünfjährigen, da kann man das gut verkaufen.
00:13:44: Aber die Jungs sind im Alte der mehr Freundschaften, die Kinder in die Schule, vielen Kindern ist das voll wichtig für die Kinder.
00:13:51: Wie war das für eure Kinder?
00:13:52: Wir waren tatsächlich, und ich denke rückwirkend, vielleicht war es eigentlich mutig gewesen, dass wir unsere Kinder gefragt haben, ob sie Lust darauf hätten.
00:14:00: Und unsere Kinder sind sehr abenteuermäßig unterwegs und haben gesagt, klar, aber du musst eben auch gucken, Kinder können das gar nicht so abschrecken.
00:14:06: Also hätten den wahrscheinlich auch sein können, habt ihr Lust, ein Jahr im Garten zu schlafen im Zelt und hätten ja auch gesagt, klar, machen wir.
00:14:14: Also das ist eben und das Gute war, unser Ältester war so noch vor der Pubertät und ich glaube, ich glaube danach hast du keine Chance mehr.
00:14:22: Also ihr hattet Glück und es war für die Kinder.
00:14:23: Also die Kinder haben es auch genossen.
00:14:24: Da gab es dich so Momente.
00:14:25: Du
00:14:26: alles gab es.
00:14:27: Also es heißt also, dass du dann irgendwie, du hast dann zwar nicht mehr die Alltagsprobleme hier, aber du hast natürlich ganz andere Herausforderungen, wenn du ein Jahr lang, twenty four seven mit deinen Kindern, ganz viel auch in einem Raum lebst, weil wir ganz oft im Camper oder in irgendwelchen... Motels, Hostels oder was, was ich wirklich nur ein Zimmer hatten.
00:14:44: Und darüber schreibe ich eben auch, dass eben nicht alles die ganze Zeit toll und schön.
00:14:47: Und ey, wir sind im Happy Camper unterwegs und... Man
00:14:50: wacht jeden Morgen auf, am Meer und brüt sich Kaffee am Gaskocher, ja.
00:14:54: Genau, so ist es nicht.
00:14:55: Du stehst halt auch an den geilsten Orten und ein Kind muss aufs Klo, weil muss halt jetzt und der andere hat Hunger und sagt, er kann mal bitte mal wieder, ich würde jetzt gerne unsere Texte suchen.
00:15:05: Gab's eine Moment in dieser Weltreise, wo du dachtest, okay, tschau, jetzt ab nach Hause, ich mach jetzt noch mal.
00:15:11: Ja,
00:15:12: nicht so richtig.
00:15:13: Also, bestimmter zwischendurch.
00:15:15: Aber das ist auch so ein Prozess.
00:15:17: Du musst halt wirklich auch... ... dir klar machen.
00:15:19: Das mussten wir auch erst lernen.
00:15:22: Die Kinder haben sich das dann am Ende natürlich nicht ausgesucht.
00:15:24: Und für die ist das ganz schnell, ganz normal.
00:15:26: Also, für die ist das ganz schnell ein Alltag, weil die passen sich auch so schnell an.
00:15:30: Und wir hatten zum Beispiel die ganz oft die Situation, du kommst ja mit Leuten ins Gespräch oder bei dem Familien, wo wir waren.
00:15:36: Dann sagen, boah, habt ihr tolle Eltern.
00:15:38: Die fahren mit euch ein Jahr um die Welt.
00:15:39: Und wie krass die Orte und so.
00:15:41: Und die Kinder, man so von wegen tolle Eltern, wir dürfen kein Handy haben.
00:15:44: Wir haben irgendwie fünf Minuten Screentime am Tage.
00:15:46: Was soll das?
00:15:47: Ja, das ist
00:15:49: gut.
00:15:49: Deswegen darf man nicht erwarten, dass die dankbar sind die ganze
00:15:52: Zeit.
00:15:52: Da ist keine Beefy-Roll in meiner Brotzeit.
00:15:58: Und man darf eben diese Dankbarkeit von denen überhaupt nicht erwarten.
00:16:01: Also die sind genau so, es gibt
00:16:03: Grumpy.
00:16:05: Und ich hoffe so ein bisschen, dass das später noch kommt.
00:16:09: etwas zu übersetzt.
00:16:10: Aber in dem Moment nicht.
00:16:12: Und dann musst du eben auch wirklich dann als Eltern sagen, das ist unsere Entscheidung gewesen und das ist okay.
00:16:17: Den muss jetzt nicht die ganze Zeit jubel, ja auch zwingt da rumlaufen.
00:16:21: Muss eh niemand überhaupt, aber das ist auch immer, das muss man lernen.
00:16:25: Ja,
00:16:26: voll.
00:16:27: Also verstehe ich.
00:16:29: Hey, mal ganz kurz, wenn es mich jetzt einfach auch zu krass interessiert, ihr habt euch getrennt danach.
00:16:35: Das
00:16:36: ist
00:16:36: jetzt
00:16:39: ein Blutlachbuch.
00:16:40: Also
00:16:40: genau so.
00:16:41: Das ist jetzt ein Blutlachbuch, aber es ist auch so ein bisschen
00:16:43: so.
00:16:43: Nein, es ist genau das, was unsere ... Also in diesem Buch zähle ich das ja auch, dass wir, oder entscheiden wir uns, dass wir danach, also was, erst mal, wir haben diese Reise gemacht, hatten so einen groben Plan, aber auch nicht ganz ... alles durchgeplant, dass es auch unbedingt was machen sollte, weil es passieren ganz viele Sachen auf der Reise und man braucht diesen Raum für Sachen, die sich ändern.
00:17:05: Und wir haben uns mit dem Schulsystem ganz viel auseinandergesetzt.
00:17:08: Wir haben auch ein Kind, das nicht gut in dieses Schulsystem passt und haben deswegen uns auf dieser Weltreise ganz viele Schulen auch angeschaut, überall auf der Welt, alternative, progressive Schulen und ist damit viel auseinandergesetzt.
00:17:17: Wie ist das?
00:17:18: Gibt es da was, was viel geiler ist?
00:17:20: Ja.
00:17:21: Scheiße.
00:17:21: Ich hoffe, das war alles.
00:17:22: Nein.
00:17:23: Bitte, wirklich
00:17:24: nicht.
00:17:24: Weil ich leide ja auch so mit diesem Schulsystem hier.
00:17:27: Also darüber könnten wir jetzt mehrere Tage reden, wenn du möchtest.
00:17:30: Let's do it.
00:17:32: Na ja, also, wir haben uns also Schulen angeschaut.
00:17:35: Und
00:17:36: welches Land ist das am geilsten sozusagen?
00:17:38: Nein,
00:17:38: das kannst du so auch nicht sagen.
00:17:39: Ich finde, also ... Es gibt überall auf der Welt Schulen oder es gibt vor allen anderen Ländern die Möglichkeiten, viel besser, alternative, progressive Schulen zu machen.
00:17:50: Das gibt es hier ja gar nicht so viel, weil da so viele Hürden sind.
00:17:53: Auch selbst wenn du irgendwie eine neue Schule hier gründen willst oder so, das ist ja kaum möglich.
00:17:56: Es gibt in Baden-Württemberg ein paar mehr freie Schulen oder sowas oder so Montessori-Schulen, auch in Bayern mehr.
00:18:03: Aber hier, also bei uns in Hamburg zum Beispiel, hast du eine Montessori-Schule, die geht irgendwie bis zur vierten Klasse und weiterfühlen und hast du halt nichts mehr.
00:18:10: Und da gibt es halt in anderen Ländern schon mal Möglichkeiten.
00:18:12: dass das etwas anders geregelt ist.
00:18:14: So, dann hast du, wo soll ich da anfangen?
00:18:22: In Amerika zum Beispiel Schulen, die einfach viel früher auch gucken, was sind deine Stärken, wo du dich viel breiter aufstellen kannst, wo du auch andere Fächer hast, wo du irgendwie Mode-Design oder irgendwie Technik oder so, was dich da schon besser aufstellen kannst oder wo du für Schwerpunkt auf Musicals singen, tanzen, Theater und so.
00:18:40: Das hast du hier vereinzelt auch, aber nicht so leid, ne?
00:18:43: Ja,
00:18:43: nicht so ein Angebot einfach.
00:18:44: Was ich so kritisch finde, oder eine der kritischen Sachen ist, dass du hier ja alle müssen zur gleichen Zeit alles gleich gut können, eigentlich.
00:18:51: Und das ist so doof, weil es bildet ja auch überhaupt
00:18:53: nicht
00:18:53: ab, was wie die Welt danach ist.
00:18:54: Geht doch gar
00:18:55: nicht null, und du förderst ja auch überhaupt nicht so.
00:18:58: Ich bin total ein Fan davon, rauszufinden, früh rauszufinden, was sind die Stärken von Kindern,
00:19:02: die zu fördern
00:19:03: und die Schwächen zu vernachten.
00:19:04: Ich verstehe
00:19:04: auch wirklich nicht, aber ich finde, eine gewisse Allgemeinbildung ist ja wichtig, also so lesen, schreiben.
00:19:09: Also ich finde auch so Mathe, Matik.
00:19:11: Also ich finde, das ist halt ein sehr kleines Geschächtlichen, finde ich, was du wirklich brauchst.
00:19:16: Und der Rest ist einfach...
00:19:17: Na, und wenn du es brauchst irgendwann?
00:19:19: Mach dir Nerds, ja.
00:19:19: Aber ich bin da checkshalt nicht.
00:19:21: Und das ist ja auch
00:19:22: okay so.
00:19:22: Und wenn du es aber doch irgendwann brauchen solltest, hast du ja heutzutage alle Möglichkeiten, ist dir selber auch auch beizubringen.
00:19:27: Cha-Chi-Pi-Ti.
00:19:28: Nein, aber auch wirklich, es gibt ja alles.
00:19:30: Und du brauchst nicht in der Schule, wie viele Leute leiden in Mathe in der Schule, ihr albes Leben und haben Frust und...
00:19:38: Und das blockiert ihr auch wieder voll, deine geilen Energies, also mich auszuschöpfen für die Dinge, die du kannst.
00:19:44: Weil leider ist der Mensch so, dass das Negative dann oft... mehr Gewichtung hat als das positive.
00:19:49: Und
00:19:49: das ist ja auch so schade, weil so viele wichtige Dinge wie Kunst, Musik und so, weil das sind ja die ersten Fächer, die immer ausfallen oder die irgendwie gestrichen werden und so, wo du denkst, nein, das ist
00:19:58: das Wichtigste für die Kinder.
00:20:00: Ach, da könnte ich mich auch reinsteigern.
00:20:03: So, dann haben wir also, dann gibt es eine Schule auf Bali, über die hatten wir vor Jahren schon mal gehört.
00:20:08: und wenn du ein Kind hast, was nicht gut ins Schulsystem passt und du bist... Vorher beschäftigst du dich ja mit gar nicht.
00:20:14: Wenn du Kinder hast, die laufen da durch,
00:20:15: ist okay.
00:20:15: Ganz ehrlich, ich sag mal eins, ich bin Leute da draußen.
00:20:18: Wenn ihr noch kein schulpflichtiges Kind habt, dann lass stecken einfach.
00:20:21: Macht mal all das Ding, scheiß mal komplett drauf.
00:20:23: Macht das erst, wenn es so weit ist, weil es mega scheiße nämlich, okay?
00:20:27: Das ist vorhin nicht die Laune.
00:20:28: Nein,
00:20:29: nein.
00:20:29: Und vor allen Dingen ist es auch so, wenn die da durchlaufen, okay.
00:20:32: Ich
00:20:32: ignoriert das einfach mit dem Thema Schule.
00:20:34: Und dann irgendwann
00:20:34: so, ach, sorry.
00:20:35: Aber wenn du einen Kind hast, wo du dann merkst, okay.
00:20:39: Es leidet, es geht diesem Kind nicht gut, es wird krank davon und so weiter.
00:20:42: Dann fängst du an, dich damit zu beschäftigen.
00:20:44: Und dann guckst du dir das mal genauer an und dann fällst du hintenüber, weil es einfach nur noch sich Abgründer auftun.
00:20:50: Und dann guckst du dir andere Schulen an, landest auf so einer Homepage, von so einer Schule, auf Bali, die ...
00:20:55: Lernen mit Delfinen.
00:20:57: Nein, nein, so ist das gar nicht.
00:20:58: Nein,
00:20:58: das war nicht
00:20:59: so.
00:21:00: Aber du fängst wirklich, da sind Videos und du dir laufen die Tränen runter, weil du denkst, oh mein Gott, so was gibt es auf dieser Welt?
00:21:06: Ich muss dahin.
00:21:07: Ich möchte da bitte noch mal zur Schule gehen.
00:21:09: Also
00:21:10: wenn das eine Schule schafft, dass ich mir denke, ich möchte noch mal zur Schule gehen.
00:21:13: Das würde auf dieser Schule wirklich.
00:21:15: Also so, und dann haben wir gedacht, ach komm was, also das Jahre vorher waren wir, was war mir jetzt Bali?
00:21:20: Nein, dann waren wir aber in Australien.
00:21:23: Und haben das Thema immer noch gehabt und haben gedacht, naja jetzt ist Bali ja um die Ecke, vielleicht gucken wir uns das einfach mal an.
00:21:28: Ja.
00:21:29: Und dann haben wir das getan und haben uns diese Schule angeguckt.
00:21:33: Es war wirklich absurd.
00:21:34: Es ist wie so ein magischer Moment gewesen.
00:21:36: Du kommst an diese Schule.
00:21:37: Was geht da ab in der Schule?
00:21:39: Ja, das ist eine Schule, die ... Eine internationale Schule ist, du kannst sie auch abschliessen.
00:21:44: Man hat sie nicht so eine Dschungelschule, wo alle im Match mit Stöckern spielen oder so.
00:21:47: Die haben auch alle ein Laptop, das ist eben so... Und
00:21:49: das ist dann abschliessend Diabolo.
00:21:53: Du kommst dahin, es ist alles aus Bambus, alle Gebäude sind offen.
00:21:58: You got me.
00:22:00: Das ist also ein Gelände im Dschungel und dann kommst du dahin und hörst irgendwo Musik der Proben, die dann laufen, die Kinder.
00:22:05: darum gibt es einen Bereich für die Eltern, wo die Eltern arbeiten und sich vernetzen können und so was.
00:22:09: Dann wirst du da rumgeführt.
00:22:11: Und so, das war so der erste Eindruck.
00:22:13: So ist es einfach erst mal schön.
00:22:14: Ja, es ist einfach schon schöne Umgebung und dann hörst du aber... ...deute
00:22:17: Schulen zutaten, weil es auch so hässlich ist.
00:22:19: Wow!
00:22:20: Das kannst
00:22:21: du doch nicht vorringen, Alter.
00:22:23: Und dann sagen die auch, die Kinder müssen halt in die Natur gucken können, wenn sie lernen.
00:22:27: Und so was ja, der Blick muss irgendwie weitsam, denkst du auch so an Deutsche.
00:22:31: Ich meine, es ist auch schwer, wenn du in einer Großstadt wohnst.
00:22:33: Ich meine, was sollen wir machen?
00:22:35: Wir sind hier mitten in Berlin.
00:22:37: Wir haben hier halt leider... Ja,
00:22:38: das ist auch natürlich ein Park.
00:22:40: Das ist alles in Ordnung, ne?
00:22:41: Es können
00:22:41: nicht alle Schulen um diesem Park rum sein, aber trotzdem.
00:22:45: Ja.
00:22:46: Und dann geht es halt, dass du auf Augenhöhe bist mit den Lehrern und die Schüler.
00:22:50: auf Augenhöhe, dass die immer, dieser Grundsatz dieser Schule zum Beispiel, also erst mal stehen die für Nachhaltigkeit und gleichzeitig auch Entrepreneurship, also die fördern und wollen dabei immer, dass der Community was zurückgegeben wird.
00:23:00: Also alles, was die Kinder da so machen und lernen und so weiter oder Projekte, die sie starten, sind immer so, dass es auch was der Welt zurück gibt.
00:23:07: Also ein schöner Gedankeschirm, aber trotzdem progressiv, also trotzdem soll es zu Firmen gründen und irgendwie erfolgreich sein, weil du dann von diesem Erfolg und dem Geld, was du findest, Dienst immer auch wieder was abgeben.
00:23:15: Startups
00:23:16: aber mit Respekt.
00:23:17: So ist es.
00:23:18: Und dann, ja, es ist so, die sagen halt den Kindern dort, ihr müsst die Lehrer immer fragen, warum muss ich das lernen?
00:23:26: Und wenn die euch keine gute Anquote geben können, dann brauchte das nicht zu lernen.
00:23:29: So ungefähr.
00:23:30: Was mal auf was hier passiert, wenn du in Deutschland, wenn die Kinder fragen, warum, dann ist das halt die Antwort.
00:23:36: Ja, ist halt
00:23:37: so.
00:23:38: Ja, so machen wir halt jetzt so.
00:23:40: Aber allein dieser Ansatz, du sollst das hinterfragen.
00:23:42: Die bringen den Kindern bei hinterfragt das.
00:23:45: Warum ihr das machen müsst, das ist wichtig so, ne?
00:23:48: Seid kritisch und so was.
00:23:49: Ich
00:23:49: werde das nie vergessen, im Religionsunterricht, ich hatte auch mal so Fragen gestellt und der Typ, er hat's gehast.
00:23:55: Ich weiß es noch so gut, man sagt, es macht doch keinen Sinn, man soll dir der Busch brennen und so und so, keine Ahnung,
00:24:00: nee.
00:24:01: Was ich mit kriege mit meinen Söhnen in der Schule, da kommen solche Sachen, wie du stellst zu viele Fragen.
00:24:05: Das ist dann schlecht.
00:24:07: Ihr
00:24:08: Kind ist einfach zu bespiggierig.
00:24:12: Dann haben
00:24:13: wir uns entschieden, da zu bleiben.
00:24:14: Und die hatten
00:24:15: auch sofort Plätze für die Kinder.
00:24:16: Da musst du dich bewerben und dann mit allem.
00:24:20: Und die habt dann, wie lange wart ihr da schon unterwegs?
00:24:24: dass wir sind im Juli gesteilt, so ungefähr acht Monate.
00:24:27: Und dann waren wir dann zwei Monate auf Bali, haben uns das erst mal so ein bisschen angeguckt und haben überlegt, ob das für uns was wäre und eben die Kinder da an der Schule beworben und so was.
00:24:35: Und genau, und dann zähle ich eben auch im Buch, wie es dann zu dieser Entscheidung kam, dass wir dann eben da bleiben oder bzw.
00:24:41: wir sind dann nochmal zurück, aber dann wieder kommen.
00:24:44: Also ist halt dann wieder nochmal nach Hamburg oder?
00:24:46: Wir sind dann nochmal nach Amerika und so, wenn die Reise dann ja noch beendet und dann sind wir nochmal nach Hamburg haben.
00:24:50: Umgepackt.
00:24:52: Wo hatte die eure ganzen Sachen?
00:24:53: Also eingelagert, verschenkt, verliehen, so ein bisschen so.
00:24:58: Und dann sind wir sozusagen ins zweite Abenteuer gestartet.
00:25:01: Also
00:25:02: für euch war dann klar, wir ziehen jetzt nach Bali.
00:25:04: Und eure Beziehung war da aber irgendwie noch fresh.
00:25:07: Ich
00:25:07: schreibe darüber ja noch ein zweites Buch.
00:25:10: Wie es dann dazu kam, dass wir jetzt wieder in Hamburg sind.
00:25:12: Also über das Bali-Jahr.
00:25:14: Nein, wir sind, wir sind, wir sind sechzehn Jahre verheiratet, glaube ich, gewesen.
00:25:18: Und haben, haben ganz jung geheiratet auch.
00:25:20: Und ich, haben immer viel für unsere Beziehung auch getan und daran gearbeitet und super früh auch Hilfe schon geholt und ein paar Therapie gemacht.
00:25:27: Und so empfehle ich das wirklich jedem, um so Kommunikationsmuster und sowas mal zu verstehen, ja, oder irgendwie sich... Es hilft so einen besten Wächter.
00:25:34: Tut voll
00:25:34: gut und hilft krass gut.
00:25:35: Wir hätten
00:25:36: sonst kein drittes Kind, muss man mal sagen.
00:25:39: Hat schon zeitweise geholfen.
00:25:42: Aber ja, sind wir irgendwann an diesen Punkt gekommen.
00:25:45: Genau, wo wir uns zu entschieden haben, dass das vielleicht für uns besser wäre, getrennte Wege zu gehen.
00:25:49: Habe
00:25:49: ich Fragen, warum?
00:25:51: Ich hatte jetzt schon nach so einer krassen Zeit drei Kinder und dann so viel zusammen erlebt.
00:25:56: Ja, das ist eben auch was unsere Freunde und so gesagt haben.
00:26:00: Es hat jetzt auf Weltreise gegangen, dann habt ihr auf Bali gelebt und jetzt kommt ihr irgendwie getrennt zurück, spinnt ihr eigentlich.
00:26:05: Wir sind das von der Scheißaktion gewesen.
00:26:07: Nein, wirklich, was war der Grund?
00:26:10: Ich muss da wirklich sagen, das sehen wir beide, glaube ich, gar nicht so.
00:26:13: Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich glaube, das gehörte total dazu.
00:26:17: Und so eine Weltreise, diese ganz intensive Zeit, da war das übrigens noch gar nicht Thema.
00:26:22: Also in dem Buch, da sind wir ein paar gewesen und Familie und das ist da nicht, da stand keine Trennung im Raum.
00:26:29: Also nicht mehr, als es vorher schon irgendwie die Jahre davor schon mal getan hat oder so.
00:26:33: Aber ich glaube, diese ganz intensive Zeit, Und wir hatten eben auch Zeit, wir haben auch so Pet und House Hits gemacht.
00:26:39: Und so, dann bist du teilweise zwei Wochen in so einem Haus, da ist nichts drum herum.
00:26:42: Und du hast plötzlich ganz viel Zeit, ne?
00:26:44: Im Alltag drückst du ja ganz viele Themen ständig weg oder betäubst, wie Pflaster drauf gut ist und so, ja?
00:26:49: Also es ist ja so, du gibst ja ganz oft gar nicht die Zeit im Alltag irgendwie deine Themen mal anzugucken.
00:26:54: Wenn du aber, äh, vierundzwanzig Stunden im Tag, sieben Tage die Woche.
00:26:57: ein Jahr lang so intensiv zusammen bist, wie so ein Katalysator.
00:27:02: Ich glaube, das hat so ein bisschen so Dinge hochgeholt und angetrieben, die einfach sowieso schon da waren, wo du dann aber mal Zeit hattest, dich den wirklich mal zuzuwenden und die auch irgendwie zu spüren und nicht wieder wegdrücken.
00:27:14: Und das ist natürlich super anstrengend und herausfordernd, dass da diese Prozesse irgendwie losgehen und Besatzigkeit mit ganz vielen Dingen auseinander.
00:27:21: Und ich glaube, es wäre so oder so so gekommen, aber vielleicht hätte es in unserem normalen Leben noch zehn Jahre länger gedauert.
00:27:26: Weißt du?
00:27:27: Okay, und dann wart ihr ein Jahr lang aber noch auf Bali.
00:27:30: Ja.
00:27:30: Und das möchte ich aber schon wissen, warum ihr jetzt wieder in Hamburg seid.
00:27:33: Weil es
00:27:34: ist halt... Scheiße.
00:27:37: Ja, nee, es gab da wirklich die Dynamiken, ganz spannende Dynamiken mit den Kindern, mit uns und so weiter.
00:27:43: Das hat sich dann alles irgendwie letztendlich... Ja, war es klar, wir trennen uns und es wollten nicht alle Kinder auch da sein und so.
00:27:54: Es gab dann verschiedene Gründe, wo wir gesagt haben, wäre vielleicht besser, wenn wir einmal jetzt für ein sicheres.
00:28:00: soziales Netzwerk und irgendwie unsere Leute irgendwie sorgen, da kam jetzt einfach dann Deutschland zumindest wieder irgendwie infrage.
00:28:06: Es hätte auch sagen können, dass die Hälfte irgendwo an einem anderen Ende der Welt wohnt, aber das kam jetzt irgendwie für uns auch nicht infrage, ohne die Familie dann wirklich so aufzuteilen.
00:28:15: Oh krass, das finde ich Wahnsinn.
00:28:16: Also vor allem
00:28:17: so eine Distanz, wenn
00:28:18: es Europa ist und so, aber Bali, Deutschland ist
00:28:21: ja schon krass, finde ich.
00:28:22: Ich meine, man ist halt eine Familie so und so.
00:28:24: Ja, genau, so und die Geschwister und
00:28:26: so.
00:28:26: Und dann zahlt ihr zurück wieder nach?
00:28:28: Nach Hamburg.
00:28:29: Und wie habt ihr es dann gemacht jetzt?
00:28:31: Das ist ja auch verspannend, die stellt man sich dann wieder auf.
00:28:34: Ja, das ist ja alles neu gewesen, sag ich das für uns eh, wer vorher alles irgendwie gekündigt hat und kein Haus und immer hatten und so haben wir uns dann eben das alles neu aufgestellt.
00:28:43: Ich muss aber auch sagen, ich bin da auch gar nicht unglücklich, darüber jetzt wieder in Hamburg zu sein, obwohl ich ja wirklich...
00:28:49: Der Wetter ist immer geil in Hamburg.
00:28:52: Nein, aber wir haben da wirklich krass drunter gelitten unter diesen Wintern und so.
00:28:59: Aber es ist viel bei Owie Schönes Panama.
00:29:02: Du musst mal rauskommen, irgendwie auch wieder zu wissen, was du daran hast.
00:29:06: Ich brauchte ganz viel Distanz zu bestimmten Themen und Beziehungen und diesem Leben dort.
00:29:11: Und kann jetzt aber viel viel entspannter auch da wieder reingehen.
00:29:14: Wir haben auf der Weltreise auch ganz viele so lebensmodelle auch ausprobieren dürfen.
00:29:19: Das war auch total toll für
00:29:20: uns.
00:29:21: Ja, zum Beispiel haben wir immer so mit kleinen Kindern auch gedacht, vielleicht wäre es besser auf dem Land zu wohnen und irgendwie so ein bisschen selbstversorgerhof und so.
00:29:26: Das wäre es doch eigentlich.
00:29:29: Und das konnten wir halt ausprobieren.
00:29:32: Nett, aber auf gar keinen Fall etwas, was wir uns so im Leben
00:29:35: fragen können.
00:29:35: Ich muss sagen, da freue ich mich manchmal, dass ich da so klar bin.
00:29:38: Ja, das ist ja cool.
00:29:39: Da weiß ich einfach, also das ist so eine Sache, da freue ich mich heute Morgen erst wieder gefreut, weil ich kriege das schon auch echt um mich rum mit, dass viele Leute das so unsicher sind, so mit.
00:29:49: was will ich eigentlich?
00:29:50: Will ich jetzt in der Stadt wohnen?
00:29:52: Will ich auf dem Land wohnen?
00:29:53: Will ich mich selbst versorgen?
00:29:55: Möchte ich nur noch jonglieren?
00:29:57: Keine Ahnung.
00:29:58: Und ich weiß, aber ich bin einfach mit dem... Also ich habe auch meine Sachen, gell?
00:30:01: Aber da bin ich mir so sicher.
00:30:02: Ich liebe einfach zum Beispiel Berlin.
00:30:04: Das ist einfach meine Stadt.
00:30:05: Ich
00:30:05: finde das
00:30:05: sogar auch in allen Amkotzen.
00:30:07: Ich denke mir so, nein.
00:30:08: Leute, das ist mein Berlin, ja.
00:30:10: Bin heute auch wieder, ich stand im Stau und dachte so, nee, aber das ist eben mein Berlin, ja.
00:30:14: Ja, ja, ja.
00:30:14: Und das ist ja mega.
00:30:15: Und danach hab ich so gelechtzt, weißt du, ich hatte das nicht.
00:30:19: Ich hatte so viele offene Fragezeichen, so viele Lebensmodelle und Sachen und so, vielleicht müsste man hier noch mal wohnen und da und wär's nicht irgendwie geiler hier und das und so.
00:30:26: Und davon haben wir halt ganz viele Sachen auf dieser Weltreise so, okay.
00:30:29: Also schön, dass ihr's ausprobiert habt, weil ich sag dir mal eins, aber dann... Weil du hast jetzt das, was das Geilste ist, Gewissheit.
00:30:35: Ja,
00:30:35: richtig.
00:30:36: Bin there, done that.
00:30:37: Danke, ciao.
00:30:37: Ja,
00:30:38: und ich glaube, das Schlimmste ist ja, wenn du einfach immer diese Ungewissheit hast und immer denkst, dann machst du es aber nicht und bist dann irgendwann halt all.
00:30:45: Und das ist ja scheiße.
00:30:46: Ja, und wir haben halt zum Beispiel immer in Neuseeland, haben wir auf so einer kleinen Familienfarm irgendwie gelebt und die sind dann auch in Urlaub gefahren und wir waren da verantwortlich für die ganzen zwanzig Ziegen, die jeden Morgen mal molken werden mussten und so.
00:30:58: Ja, dann denkst du halt so, krass, das ist ja ganz dünnisch hier und hübsch.
00:31:01: Aber wenn du mal kurz in Wochenende wegfahren willst, keine Chance, weil es muss ja irgendwann die zwanzig Ziegen melken.
00:31:05: Und das ist halt auch
00:31:06: einsam irgendwie.
00:31:07: Voll.
00:31:07: Also für Leute, die gern glotzen wie ich, ich geier halt für mein Leben gern.
00:31:11: Ich möchte rausgehen und geiern.
00:31:12: Und ich mag nur nicht die Ziegen.
00:31:13: Genau.
00:31:14: Und dann kann
00:31:15: eine Leute anlotzen.
00:31:16: Und gerade auch mit größeren Kindern dann.
00:31:18: Also ich finde, mit kleinen Kindern ist das bestimmt auch schön, aber unsere Jungs sind dann auch irgendwann so...
00:31:24: Ja, und nun?
00:31:26: Deswegen ist das für mich auch cool.
00:31:28: Ich hab ganz viele Sachen abhaken können.
00:31:30: Und das ist auch immer so wichtig.
00:31:32: Du kannst das auch in der Theorie sagen, ja, vielleicht ist das ja wohl nix für mich.
00:31:35: Aber wenn du es richtig mal erlebst im eigenen Körper und das wirklich feststellen kannst, so unsere Familie.
00:31:39: Nee, das passt für unsere Familie nicht.
00:31:41: Es war super, ne?
00:31:42: Es war natürlich auch viel anstrengend und viel gehörte viel dazu.
00:31:45: Und man musste da durch.
00:31:46: Aber es war für uns genau richtig so.
00:31:48: Voll
00:31:48: toll.
00:31:49: Also ganz ehrlich.
00:31:50: Das kann einem einfach niemand mehr nehmen.
00:31:52: Und ich ziehe echt beim Hut, dass ihr da so mutig wart oder seid, dass ihr wirklich auch gesagt habt, so wir lassen jetzt wirklich das alles hinter uns und machen einfach jetzt so ein... Das ist schon ein riesen Ding, muss man einfach mal sagen, ne?
00:32:02: Ja, ja, das ist es schon, ja.
00:32:06: Hey, und jetzt lebt ihr quasi getrennt.
00:32:09: Genau.
00:32:09: Welches Modell lebt ihr als getrennt erziehende?
00:32:14: Ja, die Jungs wollten gerne wieder in ihre alte Hut zurück, vor allen Dingen unser ältester auf die Schule, auf der er war, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.
00:32:28: Ja, und dementsprechend sind die da, für mich war klar, dass ich dahin nicht zurückgehend unsere Tochter, das haben wir eben auch gelernt, weil ich das für diese wundervollen Erfahrungen mit unseren Söhnen im normalen Schulsystem machen durfte.
00:32:38: In der Grundschule wusste ich, mit einem Kind mit Beeinträchtigung werde ich das nicht machen.
00:32:43: Also das ist einfach für mich, es gibt ganz, ganz, ganz wundervolle Lehrerinnen und Lehrer, die diesen Job großartig machen, aber auch die haben nicht die Kapazitäten irgendwie alles immer auf den Schirm, sondern das ist ja das Problem, was dahinter steckt.
00:32:57: diesen System.
00:32:57: Ja, dass du eben eine Klasse hast, wo vielleicht ein paar Kinder sind, die eine große Aufmerksamkeit brauchen.
00:33:03: Das ist aber kein Spielraum für sowas.
00:33:04: Aber die
00:33:04: Kinder gar nicht leisten so.
00:33:05: Hörte ich so oft
00:33:06: mit Menschen, wo die Kinder einfach eine Beeinträchtigung haben, dass die wirklich sagen, das Kind geht unter einem ganz normalen Schulsystem.
00:33:12: Total, ich bin das Inklusion absolut, es muss da sein und es gehört alles dazu, aber dafür müssen eben die Mittel da sein.
00:33:19: Und wenn sie das nicht sind, dann leiden eben alle darunter.
00:33:21: Und nicht nur das Kind, was betroffen ist, sondern auch die anderen.
00:33:25: Und die Lehrkräfte sowieso, weil die einfach überhaupt nicht hinterher kommen.
00:33:28: Und deswegen haben wir uns für sie eben eine eine kleine gemütliche Montessori-Schule gesucht, die sehr familiär ist und die ist eben an einem anderen Stadtteil in Hamburg.
00:33:38: wohne ich mit ihr auf einer Ecke und mein Ex mit unseren Söhnen auf einer anderen Ecke.
00:33:42: Und das war für mich als Mutter natürlich also krass, wirklich krass, muss ich sagen.
00:33:48: Also mit unserem älteren hat mir das eben vorher schon so ein bisschen auf Bali, dass der eben so seinen eigenen Weg da gegangen ist.
00:33:53: Wie alt ist der jetzt nochmal?
00:33:53: Der
00:33:54: ist jetzt in den
00:33:54: Fünften, okay.
00:33:56: Und der ist eben, sie meinte schon etwas früher ausgezogen, weil mir so, aber jetzt mein Mittlerer eben auch und das ist schon ... Also krass.
00:34:08: Das ist natürlich auch gerade, du hast deine Vision von Familie und Wertevorstellung und plötzlich bist du irgendwie so und hast die Kinder irgendwie aufgeteilt.
00:34:19: Manche sehen sich jedes Wochenende und wechseln uns ab und so, aber
00:34:21: du hast nicht bei deinen Kindern jeden Tag bei dir.
00:34:24: Ich finde, das ist ja auch so ein Aspekt.
00:34:26: Ich glaube, es gibt ja auch Menschen, die freuen sich.
00:34:29: Ja, es gibt ja schon auch ein paar Leute auf Social Media, die sich getrennt haben, die ja auch darüber berichten, wie geil die das auch finden, dass sie dann einfach eine Woche ohne ihre Kinder sind.
00:34:36: Gut, klar, das ist natürlich was.
00:34:38: Die
00:34:38: Typ-Sache, dieser Gedanke gruselt mich so hart, dass meine Kinder, also das wird's überhaupt nicht packen.
00:34:44: Genau,
00:34:44: das ist aber auch deine Kinder, sind die aber auch noch kleiner so?
00:34:47: Die
00:34:47: sind auch noch kleiner.
00:34:48: zum Beispiel, ich glaube, es ist eine Typ-Sache so, ne?
00:34:50: Ja, aber ich glaube auch, wenn meine Jungs klein waren, hättest du mir das erzählt, weil ich nie mehr, ich gesagt, auf gar keinen Fall, never ever, was passieren.
00:34:58: Das ist natürlich auch in der Entwicklung und Prozesse stattfindet.
00:35:01: Die sind beide Teenager und du bist, wir haben da wirklich so entschieden, für was ist für die Kinder am besten?
00:35:06: Und da habe ich als Mutter, muss ich da eben auch ein Stück zurücktreten.
00:35:10: Und das können, glaube ich, viele Eltern auch nicht.
00:35:12: Da ist gerade in Trennung auch ganz viel Ego dabei.
00:35:15: Und da muss ich sagen, toll, wenn ihr das könnt, weil das geht nicht um euch in so einem Moment, sondern geht eigentlich auch um die Kinder.
00:35:20: Es geht auch um euch, aber trotzdem Number one sind die Kinder.
00:35:23: Ja,
00:35:23: aber das ist so.
00:35:25: Und mein Mann hat früher wahnsinnig viel gearbeitet, war ganz viel weg.
00:35:28: Ich war eigentlich alleine mit den Kids ganz, ganz viel und hatte die auch ganz viel und konnte den ganz viel mitgeben und die bleiben das mal ja auch immer noch.
00:35:35: Die sind ja nicht aus der Welt so.
00:35:36: Aber ich denke auch, gerade für Jungs und Teenager-Alter ist es auch schön, dass ihr Vater jetzt mit ihnen diese Zeit haben kann, weißt du, und diesen Alltag und dieses Leben haben kann.
00:35:46: Und das, glaube ich, können Sie eigentlich auch nur von profitieren.
00:35:48: Und für euch war das so vom Konzept her, von vornherein cool und klar.
00:35:52: Das
00:35:52: hat sich auch ein bisschen ergeben.
00:35:53: Das muss ich auch alles erst mal ruckeln.
00:35:54: Du kannst eigentlich, glaube ich, kann mir keiner erzählen, dass nach einer Trennung irgendwie sagen, okay, so machen wir es jetzt.
00:35:59: Ja, cool, lass uns das so und so machen, okay?
00:36:00: Ja, klar.
00:36:01: Ja, tschau.
00:36:03: Das ist also, das ist alles ein System, was ich auch erst mal ruckeln muss.
00:36:06: Auch da kann man sich, finde ich, immer unbedingt gerne Hilfe holen.
00:36:08: Es gibt so viele Angebote.
00:36:10: Man kann so viel, ja, Familientherapie irgendwie sich besorgen und... sich da begleiten lassen und so, auch das Jugendamt und so, die sind da alle total, also hilfreich so.
00:36:21: Und es gibt ganz viele Sachen, die du in Anspruch nehmen kannst, Familienhilfe, Erziehungshilfe und so, das wissen so viele Leute nicht.
00:36:26: Und Alkohol.
00:36:26: Nee, das eben nicht.
00:36:27: Wann
00:36:28: wird's?
00:36:28: Die, die... Die wirklich toll sind.
00:36:32: Und ich finde, das muss man machen, weil das ist einfach nur für alle irgendwie gerade, um so rauszufinden, was ist eigentlich für unser Szene jetzt das Beste.
00:36:39: Und dass man auch guckt, dass halt einfach alle möglichst unbeschadet daraus kommen und nicht mal in Trennungen passieren, das ist leider... Ist halt so.
00:36:46: Aber dass man es halt wenigstens so macht, dass keiner im Schlimmes Traum hat.
00:36:50: Das ist das
00:36:51: Wichtigste.
00:36:51: Genau.
00:36:53: Ich glaube, jetzt hat es sich ganz gut eingeruggelt bei uns.
00:36:56: Habt ihr neue Partner?
00:36:57: Ja.
00:36:57: Beide?
00:36:58: Ja.
00:36:58: Krass.
00:37:01: Alter.
00:37:01: Ich kann hier alle Themen abdecken.
00:37:03: Crazy.
00:37:04: Patchwork.
00:37:05: Das muss man sich auch noch mal gut überlegen.
00:37:07: Wie habt ihr so schnell neue Partner gefunden?
00:37:10: Ja, weiß ich auch nicht.
00:37:11: Krass, zeitgleich oder wer?
00:37:14: Mein Ex-Mama war nach Frühjahr auch.
00:37:16: Wie
00:37:16: war das für dich?
00:37:17: Ehrlicherweise, wir waren ja noch auf Baden sehr lange.
00:37:21: Wir haben das den Kindern auch zeitverzögert gesagt.
00:37:24: Ich glaube, das war ganz gut, sodass wir beide für uns das so klar kriegen konnten.
00:37:29: Wie habt ihr das euren Kindern zum Beispiel gesagt?
00:37:31: Weil ich glaube, das ist ja auch so ein Ding, dass da viele Menschen da draußen so überfordert sind.
00:37:35: Mit.
00:37:35: wie sagen wir das unseren Kindern?
00:37:37: Das stand mir auch so bevor.
00:37:39: Wir haben es wirklich Monate später erst gemacht.
00:37:44: Das war für mich ganz klar, das wird der schlimmste Tag im Leben.
00:37:49: Das stand mir so bevor.
00:37:50: Ich habe mir da also monatelang Gedanken darüber gemacht, wie soll das ablaufen, wie werden wir reagieren.
00:37:55: Wir haben auch drei ganz unterschiedliche Kinder.
00:37:59: Und das ist heftig, also so.
00:38:02: Und dann haben wir das in jedem einzelnen gesagt.
00:38:05: Okay, krass.
00:38:06: Weil die auch alle sehr, sehr, dann auch das alte Ende, das alte andere Lebenssituation und so.
00:38:11: Und ich fand es wichtig, dass sie alle ihren Raum haben können, so zu reagieren, wie sie das wollen, ohne auf ihre Geschwister achten zu müssen.
00:38:17: Das haben wir gemacht.
00:38:18: Und ich glaube, dadurch, dass wir Eltern nicht in so einem uns in so einer Streitsituation getrennt haben und es so plötzlich war und plötzlich müssen alle irgendwie ausziehen und das ganze alles bericht zusammen und wir emotional sehr stabil waren beide.
00:38:32: Haben die Kinder das gut aufgenommen?
00:38:34: Wie
00:38:34: sagt man das dann?
00:38:37: Wir haben unseren Kindern gesagt, dass wir uns entschieden haben, was wir festgestellt haben, dass wir lieber gute Freunde sein wollen, als dass wir im Paar noch sind.
00:38:46: Also ihr habt das Wort Trennung gar nicht so...
00:38:49: Doch, wir haben gesagt, wir haben entschieden, dass wir uns trennen.
00:38:51: Wir wollen lieber gute Freunde sein als ein streitendes Paar.
00:38:53: Ich glaub, das so in dem Wortlad haben wir das gesagt.
00:38:56: Und das ist auch immer noch unser Ziel.
00:38:58: Da gibt's auch Herausforderungen und Hürden, die ...
00:39:01: Ist halt nicht alleine.
00:39:03: No, it's hard.
00:39:03: It's a hard
00:39:04: way.
00:39:04: Aber ich glaube, das ist so das, was irgendwie für Kinder auch wichtig ist, dass sie wissen, sie sind nicht schuld.
00:39:11: Wir finden das auch schade und traurig, aber es geht uns gut damit.
00:39:14: Es geht uns möglicherweise sogar besser damit, dass sie eben auch ... Das heißt nicht, dass die Welt zu Ende ist.
00:39:20: Und wir haben im Umfeld ganz tolle Beispiele, wo die Nachttrennung irgendwie noch super zusammen sind.
00:39:26: Und kenne ich auch
00:39:26: echt viele, die das echt so gut hinkriegen, aber natürlich auch das Gegenteil, die halt immer wieder sich so anzehren und fassen einfach.
00:39:35: Ja, man sucht das halt auch nicht aus, gell?
00:39:36: Und da spielen so viele Faktoren dann einfach auch noch mal mit rein.
00:39:40: Deswegen.
00:39:41: Und jetzt haben wir eben die neuen Themen mit neuen Partnern und Partnern.
00:39:44: Haben die auch Kinder?
00:39:45: Ja,
00:39:45: es ist wirklich krass.
00:39:48: Wie viel Kinder dein Partner zum Beispiel?
00:39:50: Wenn wir zusammen unterwegs sind, sind wir jetzt zu siebt.
00:39:52: Dann haben wir fünf Kinder zu sein.
00:39:54: Und dann auch vom Alter her alles irgendwie dabei.
00:39:57: Und das ist auch Next Level.
00:39:59: Und ich weiß, und dann geht's zum Termin absprachen.
00:40:03: Das
00:40:03: ist jetzt Weihnachten bei euch geboten, mal ganz kurz.
00:40:05: Weihnachten,
00:40:06: Patrick, weißt gar nicht, wie ... Das kannst du gar nicht
00:40:10: gut.
00:40:10: Du hast ja nicht nur deine Dinger und von deinem Ex-Partner die Termine, sondern auch von deinem neuen Partner die Ex-Partnerin, die auch irgendwelche Termine ... Also, es ist eigentlich so ein Riesen ... Nee, es geht nicht.
00:40:23: Wenn
00:40:23: so viele Leute aufeinander sind und so viele Bedürfnisse angenommen, das wär jetzt Weihnachten.
00:40:28: Wie habt ihr euch zum Beispiel ein Weihnachten dann organisiert?
00:40:30: Du musst dann einfach schauen, dass es auch passt.
00:40:33: Wir hatten jetzt tatsächlich das erste Mal, dass wir als Eltern das nicht zusammen machen.
00:40:41: Das Weihnachten nach der Trennung haben wir noch gesagt, machen wir zusammen.
00:40:43: Und jetzt haben wir gesagt, das ist irgendwie auch falsch und nicht authentisch.
00:40:46: Und das ist eine Spannung auch dabei.
00:40:48: Das merken die Kinder ja auch.
00:40:49: Das muss man irgendwie nicht mehr so machen.
00:40:51: Und jetzt hatten wir das erste Mal so, dass ich hatte dann die Kinder an Weihnachten.
00:40:55: Also
00:40:55: bist du da mit den Kindern alleine oder ist dann dein neuer Partner auch mit dabei gewesen?
00:41:00: Oder ist das alle in diesem
00:41:01: Fall?
00:41:01: Weil ist dann meine Mutter noch dabei, weil bei der waren.
00:41:05: Und mein neuer Partner hat seine Kinder das erste Mal seit vielen Jahren nicht an Weihnachten gehabt, sodass der dann eben auch mit uns gefeiert hat.
00:41:12: Also ist wirklich alles zusammen gewürfelt dann.
00:41:14: Man
00:41:14: will wahrscheinlich jedes Weihnachten wieder neu ist.
00:41:16: Genau, gewürfelt man das wieder aus und dann geht's wieder los.
00:41:20: Also Weihnachten ist schon speziell irgendwie auch, ne, denn andere Ferien oder Ferien,
00:41:25: das ist halt...
00:41:26: Ferien, es ist alles jedes Wochenende, jedes... also Patchwork und überhaupt getrennt erziehen, ist einfach so ein... organisatorisch einfach ein großes Projekt, das ist einfach so.
00:41:38: Und es hört wahrscheinlich einfach Onni wirklich auf, weil wieder irgendwas Neues dann dazu kommt und... Ja, und
00:41:44: dann werden die Kinder natürlich auch nicht.
00:41:45: Dann hast du Teenager, die wollen ja auch nicht jedes Morgen Ende, irgendwie dann, die wollen ja auch ihr eigenes Ding machen.
00:41:49: Das kommt ja noch dazu bei Kleinkindern, dann ist das ja noch eher so durch hin und her und so.
00:41:55: Und dann, die Jungs sind auch so, ich habe dieses Wochenende, wo ich eigentlich bei meinen Freunden abhängen und so, ja, dann ist das auch so, dann dürfen die das natürlich auch machen.
00:42:02: Ja, crazy.
00:42:04: Also, krasse Geschichte, ey.
00:42:05: Also, voll spannend.
00:42:09: Ich glaube auch und hoffe, dass unsere Hörerinnen heute auch richtig was mitnehmen konnten, weil ich glaube, du hast viele Sachen so erzählt, abgedeckt, über was sich viele Gedanken machen oder auch viel so träumen oder so überlegen.
00:42:20: Aber du würdest sagen, so am Ende des Tages einfach machen, oder?
00:42:24: Voll.
00:42:24: Also, ich bin ein ganz großer Fan, aber so bin ich auch eben eingestellt, dass, als ich das damals gesagt habe, mit dem, wir müssten eigentlich ein Jahr im Camper, wenn man das erst mal in sich, wir sind dann immer Leute gewesen, die das dann auch machen müssen, weil es wird sonst bereuen.
00:42:38: Ja.
00:42:39: Also, deswegen war das irgendwie klar, dass wir das machen.
00:42:43: Ich glaube... Man darf nicht großen Erwartungen haben, wie das genau wird.
00:42:47: Man muss da wirklich sehr, sehr offen sein bei solchen Dingen, dass sich die Sachen anders entwickeln, als man sich vorgestellt hat.
00:42:54: Bei unserer Reise auch.
00:42:55: Die sahen eben auch anders aus.
00:42:57: als wir das am Anfang gedacht hatten, aber nicht schlechter oder so.
00:43:00: Glaubst
00:43:01: du, du würdest irgendwann mal wieder wegziehen aus Deutschland oder ist das komplett gestillt?
00:43:04: Im
00:43:04: Moment bin ich gerade irgendwie tiefmenschmant.
00:43:06: Das ist herrlich, wenn du dann irgendwann mal zu dieser Weltreise, das erzähle ich auch im Buch, du an diesem Punkt kommst, wo du Reisemüde bist.
00:43:12: Also vor allen Dingen unsere Kinder haben irgendwann ganz deutlich gezeigt, das war diese Dynamik auch auf dieser Reise.
00:43:16: Irgendwann so, naja, jetzt wäre schon mal wieder ganz gut so ein bisschen Struktur.
00:43:20: Also
00:43:20: ich bin nach einer Woche in Mallorca schon Reisemüde.
00:43:22: Ja, ich bin ja überhaupt kein Reisemensch.
00:43:24: Ich hätte das schon noch gut, aber du merkst dann einfach... die Kinder haben die Bedürfnisse, du musst dich auch anpassen und flexibel sein.
00:43:30: Und dann auch an diesen Punkt zu kommen, zu merken, okay, jetzt brauchen wir mal wieder Struktur und irgendwie ein Zuhause.
00:43:35: Total wichtig.
00:43:35: Aber wenn du dann am Flughafen sitzt, irgendwie im Laufe der Welt reise und dann zu dieser Abflugorte oder alle und denkst, oh, dahin, dahin, nein, bist du so eine, ich muss jetzt mal, ist alles okay, ich kann hier ganz gut gerade sein und das ist jetzt nicht, weil so viele Sehnsüchtige stehen können.
00:43:51: Das ist irgendwie, dass man so ein bisschen
00:43:54: ... Also kauf das Buch, mal gucken.
00:43:57: Der Titel ist vom Sohnemann.
00:43:59: Also hier nicht mit fremden Federn schmücken.
00:44:02: Das ist uns hier auch wichtig, das einfach Transparenz zu
00:44:04: halten.
00:44:05: Hey, vielen Dank.
00:44:06: Letzte Frage noch, weil du machst ja auch so Yoga.
00:44:09: Ich bin ja voll die Yoga-Maus auch.
00:44:11: Ich kümme mich alle im Arschlein mit euren Yoga-Körpern.
00:44:14: Ja, ich hab schon gesehen, dass du einen geilen Yoga-Körper hast.
00:44:17: Das ist
00:44:17: ja so
00:44:18: etwas.
00:44:19: Das sind nur Atemübungen.
00:44:21: Kannst du mir deine Lieblingsarten üben, dass ich auch so einen Yoga... Körper bekommen.
00:44:25: Ich finde, was wirklich jetzt,
00:44:28: ich kann auch ganz viel Wasser noch zusätzlich trinken und mir noch eine Assaibau machen.
00:44:35: Atmung ist wirklich was, was so krass unterschätzt wird.
00:44:38: Voll!
00:44:39: Ja,
00:44:39: deswegen wollte ich dich gerade fragen, weil ich merke zum Beispiel ganz krass, wenn ich unter Strom bin, wenn ich gestresst bin.
00:44:46: Es ist der Spiegel deiner Seele.
00:44:49: Und das war's auch schon wieder von allem an den Eltern.
00:44:52: Aber guck
00:44:53: mal.
00:44:53: Nee, jetzt
00:44:53: hier keine E-So-Scheiße, bitte.
00:44:55: Nee, also, jetzt hätt ich noch mal.
00:44:56: Ich hab Bock.
00:44:56: Ich hab Bock.
00:44:56: Ich hab Bock.
00:44:56: Ich hab Bock.
00:44:57: Ich hab Bock.
00:44:57: Ich hab Bock.
00:44:57: Ich hab Bock.
00:44:58: Ich hab Bock.
00:44:58: Ich hab Bock.
00:44:59: Ich hab Bock.
00:44:59: Ich hab Bock.
00:44:59: Ich hab Bock.
00:45:00: Ich hab Bock.
00:45:00: Ich hab Bock.
00:45:01: Ich hab Bock.
00:45:01: Ich
00:45:01: hab Bock.
00:45:01: Ich hab Bock.
00:45:02: Ich hab Bock.
00:45:02: Ich hab Bock.
00:45:03: Ich hab Bock.
00:45:03: Ich hab Bock.
00:45:03: Ich hab Bock.
00:45:04: Ich hab Bock.
00:45:04: Ich hab Bock.
00:45:05: Ich hab Bock.
00:45:05: Ich
00:45:06: hab Bock.
00:45:06: Ich hab Bock.
00:45:06: Ich hab Bock.
00:45:07: Ich hab Bock.
00:45:08: Ich hab Bock.
00:45:08: Ich hab Bock.
00:45:09: Ich hab Bock.
00:45:09: Ich hab Bock.
00:45:09: Ich hab Bock.
00:45:10: Ich hab Bock.
00:45:11: Ich hab Bock.
00:45:11: Ich hab Bock.
00:45:11: Ich hab Bock.
00:45:12: Ich hab Bock.
00:45:13: Ich hab Bock.
00:45:13: Ich hab Bock.
00:45:14: Ich hab Bock.
00:45:15: Ich hab Bock.
00:45:16: Ich hab Bock.
00:45:17: Ich hab Bock.
00:45:20: Genau.
00:45:21: Also erstmal ist es so, es gibt ja zwei unterschiedliche Nervensysteme, die den Körper beinahmen.
00:45:26: Der Parasympathikus und der Sympathikus.
00:45:28: und der Sympathikus aktiviert immer, der Parasympathikus entspannt.
00:45:31: Bei der Einatmung macht das der Sympathikus, also was aktiviert, bei der Ausatmung der Parasympathikus.
00:45:37: Das heißt, mit der Ausatmung werden alle Systeme im Körper aktiviert, die entspannen.
00:45:43: Das heißt, alleine schon, wenn du länger ausatmest als einatmest,
00:45:47: entspannst
00:45:48: du.
00:45:48: Okay.
00:45:48: Dafür gibt es ja diese Übung, dass du einfach zählst, dass du doppelt so lange ausatmest.
00:45:52: oder du hast dieses, kannst du einfach zählen, atmest du vier Schläge lang ein und achte dafür aus.
00:45:58: Allein das schon bringt dich komplett runter.
00:46:01: Und also einfach wirklich nur darauf achten eigentlich, gell?
00:46:03: Ja, kannst du auch im Gehen machen, weil du spazierst oder du hast einen Weg, du kannst das ja ganz viel einsetzen.
00:46:08: Eigentlich
00:46:09: macht man es ja auch oft so instinktiv, dass man dann so macht, wenn man sich irgendwie in meine Geschlecht ist, man einfach so macht so...
00:46:14: Ja, ja, total.
00:46:14: Ja, total.
00:46:15: Und auch das, dieses Mund verengen.
00:46:17: Auch total gut, weil du es dann nochmal länger hinauszügst.
00:46:19: Also das ist die einfach... Einfach so eine Luftkippe rauchen.
00:46:22: Ich sag, aber das ist ja auch was.
00:46:23: Beim
00:46:23: Rauchen macht man eben eigentlich auch genau das.
00:46:25: Das ist ja auch
00:46:25: was.
00:46:25: Das ist ja auch was.
00:46:26: Das ist ja auch was.
00:46:26: Beim Rauchen macht man eben eigentlich auch genau das.
00:46:28: Das ist ja auch
00:46:28: was.
00:46:28: Das ist ja auch was.
00:46:29: Beim Rauchen macht man eben eigentlich auch genau das.
00:46:30: Das ist ja auch
00:46:31: was.
00:46:31: Beim Rauchen macht man eben eigentlich auch genau das.
00:46:32: Das ist ja auch was.
00:46:32: Beim Rauchen macht man eben eigentlich auch genau das.
00:46:33: Das ist ja auch was.
00:46:34: Beim Rauchen macht man eben eigentlich auch genau das.
00:46:35: Das ist ja auch
00:46:36: was.
00:46:36: Beim Rauchen
00:46:36: macht man eben eigentlich auch genau das.
00:46:37: Das
00:46:37: ist ja auch was.
00:46:37: Beim Rauchen macht man eben eigentlich auch genau das.
00:46:39: Das ist ja auch was.
00:46:39: Beim Rauchen macht man eben eigentlich auch Und dann nimmst du dir dann quasi eine raus.
00:46:43: Und die raucht man dann so.
00:46:44: Und eigentlich ist es eine verkappte E-Soat im Übung.
00:46:47: Voll geil, aber getan als keine Kippe.
00:46:50: Also das ist die einfachste Methode irgendwie wirklich erstmal.
00:46:53: Aber wenn man sich ein bisschen mehr damit beschäftigt und weiß, mit der Atmung kannst du sowohl dich aktivieren als auch runterholen.
00:46:59: Ganz viele Leute.
00:47:00: Man sagt ja so ein bisschen die Gefühle und der Gefühl, der Bauch, der ist ganz viel überautet, atmen so flach nur in der Brust, er lässt sich das nicht zu, weil wenn du richtig tief einatmest und dich mal richtig drauf einlässt, kommen halt auch gerne mal ein paar Gefühle hoch.
00:47:12: Und
00:47:12: wenn man einfach nur jetzt mal kurz, einfach mal richtig schön in den rumfreien Atmet.
00:47:17: Ja, aber das ist ja was, was viele Leute nicht können.
00:47:19: Du musst erstmal die Hand mal auf den Bauch legen und überlegen, wenn du dich immer beobachtest dabei, wie du eigentlich ganz normal atmest, ohne das zu manipulieren.
00:47:25: Behebt sich da überhaupt irgendwas an den Bauch oder nicht?
00:47:27: Aber dann nochmal schau da mal an den Mutter, stand da... Anspruch für meine Mutter war.
00:47:31: Jetzt lege mal deine Hände auf den Bauch und atme in die Handwein.
00:47:35: Aber
00:47:35: wie klug ist deine Mutter?
00:47:36: Ja, gar nicht so schnell gesagt, die alte.
00:47:38: Beste Frau.
00:47:39: Wirklich?
00:47:39: Ja, wirklich.
00:47:40: Und dann wirklich erst mal Brustbauch, einmal eine ganze Einordnung machen, dass es sich wirklich mal hebt und dann langsam wieder ausatmen.
00:47:48: Schulfachatmen?
00:47:49: Absolut.
00:47:50: Mein Reden.
00:47:51: Und so verlassen wir diese Folge, ihr Motherfucker.
00:47:53: Und wenn nächstes Jahr, nein, jetzt ist ja schon nächstes Jahr, weil die Folge rauskommen, haben wir natürlich im Jahr aber aufgenommen, aber so ist das Business.
00:48:00: Hier wird verarscht.
00:48:01: Also nächstes Jahr sage ich jetzt mal, ich bin ehrlich, da braucht der Redakteur daraus nicht die Augen verdrehen.
00:48:06: Wir sind transparent.
00:48:07: Was denn?
00:48:09: Wir haben die Folge im alten Jahr aufgenommen.
00:48:11: Ja, jetzt ist es raus.
00:48:12: Mein Gott, na und?
00:48:13: Na und?
00:48:15: Das sind einfach nur ein Ja,
00:48:16: na und?
00:48:17: Und dann möchte ich das auf jedem Schulplan.
00:48:19: Und sag auch noch mal was jetzt.
00:48:21: Ja, ich möchte das auch.
00:48:22: Wir wollen das.
00:48:23: Das Atmen.
00:48:24: Wir
00:48:24: möchten das auf dem Schulplan haben.
00:48:25: Wir wollen
00:48:25: das.
00:48:26: Und auch viele andere Dinge, die da leider nicht
00:48:27: sind.
00:48:27: Ja, aber das wird einfach nur mal Atmen.
00:48:30: Die Leuten wird so viel besser gehen.
00:48:31: Aber das gibt
00:48:31: es ja auch in den Schulen.
00:48:32: Entschuldigen noch mal, aber das muss ich noch sagen.
00:48:33: Auf der Schule, auf Bali, haben die Kinder genau das gehabt.
00:48:36: Die haben Unterrichter drin gehabt.
00:48:39: Wie mache ich, dass ich glücklich bin, Mindfulness und so weiter.
00:48:42: In Meditation kriegen die dabei gebracht.
00:48:43: Das ist ein Schulfach.
00:48:44: Ich sage jetzt mal eins noch zum Schluss, bitte.
00:48:47: auf den Lehrplänen in Deutschland steht.
00:48:49: Werdet ihr mich in Bali wiederfinden?
00:48:51: Ich werde mich selbst versorgen.
00:48:53: Und das muss Deutschland erst mal erleben, dass du da
00:48:56: abhaust.
00:48:57: Ich hab mein persönlichen Albtraum lieben.
00:49:01: Gut.
00:49:02: Danke, dass du da warst.
00:49:03: Vielen Dank.
00:49:04: Es war eine sehr lustige Folge mit dir.
00:49:07: Ich werde es auf jeden Fall atmen hier raus.
00:49:09: Bitte.
00:49:10: Und hey, Respekt.
00:49:12: Du bist so mutige Maus.
00:49:13: Danke.
00:49:16: Können wir so die Folge nennen?
00:49:17: Mutige Maus.
00:49:17: Ich würde gerne.
00:49:18: Ey,
00:49:19: wirklich Respekt.
00:49:19: Ist toll.
00:49:20: Vielen Dank.
00:49:22: Da will ich mir sicher, da wird noch viel kommen.
00:49:24: Schauen wir mal.
00:49:25: Mal gucken.
00:49:26: Ich denke ja.
00:49:27: Mal gucken.
00:49:28: Kraft durch das Buch.
00:49:29: Und
00:49:30: danke, dass du heute da warst.
00:49:32: Vielen Dank, dass ich hier sein darf.
00:49:33: Tschüss.
00:49:34: Ciao.
00:49:39: Hey und eine Sache noch ihr Lieben, ich würde mich total freuen, wenn ihr meinen Podcast alle meine Eltern bewertet.
00:49:44: Natürlich mit fünf Sternen, alles unter fünf finde ich peinlich.
00:49:47: Und ansonsten abonniert gerne den Podcast überall, wo es was zum abonnieren gibt.
00:49:52: Hey, wenn ihr Lust habt, dann würde ich mich total freuen, wenn ihr alle meine Eltern-Punk-Podcast auf Instagram und TikTok folgt.
00:49:57: Da gibt es noch ein bisschen Kleinigkeiten zum Genießen, zum Verweilen, lernt es ein.
00:50:02: Also freue mich, tschüss!
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